Am Mittag meldet Fribourg, dass die Saison für Wallmark zu Ende ist. Der Schwede war am Dienstag nach einem Check von Abrissbirne Marti verletzt ausgeschieden. Somit fehlt Gottéron nach De la Rose, dessen Saison ebenfalls vorzeitig zu Bruch ging, ein zweiter Schlüsselspieler.
Kann das die Mannschaft von Leuenberger verkraften? Man kann es sich fast nicht vorstellen. Denn die Drachen haben nicht die gleiche Kadertiefe wie die Waadtländer, die locker mal ihre Ausländer rotieren können. So kehrt Oksanen nach einem Spiel Pause zurück, während der mit einem knallroten Auge gezeichnete Pajuniemi (überzählig) auf der Tribüne Platz nimmt.
Fribourg erholt sich rasch von frühem Dämpfer
Doch Gottéron ergibt sich nicht seinem Schicksal. Nach gutem Start verlieren die Gäste, bei denen Vey in die erste und Ljunggren in die zweite Reihe vorrückt, während der Schwede Borgman die Defensive verstärkt, zwar etwas den Tritt und geraten in Unterzahl in Rückstand. Dabei ist es wieder Jäger, der trifft. Diesmal lenkt der Bündner, der am Dienstag das einzige Tor erzielt hatte, einen Schuss von Bayreuther ab.
Die Fribourger erholen sich aber bald von diesem Tor. Nach einer kurzen Zeit, in der die Partie hin und her wiegt, was Lausanne entgegenkommt, bekommen sie das Spiel unter Kontrolle und erspielen sich im Mittelabschnitt einige gute Gelegenheiten. Doch Goalie Pasche lässt sich nicht bezwingen.
Captain Sprunger schiesst Gottéron um Mitternacht ins Glück
Nach der zweiten Pause verpasst Lausanne dem Rivalen aber einen weiteren Nackenschlag. WM-Silberheld Glauser trifft an seinem 29. Geburtstag gegen seinen künftigen Verein. Die Waadtländer, bei denen Raffl die Partie nicht zu Ende spielt, leisten sich darauf aber zwei Strafen in Folge. Und just als die erste abgelaufen ist, landet ein wohl von Walser abgelenkter Gunderson-Hammer im Tor. Nach 129 Minuten und 32 Sekunden ist Pasche erstmals wieder geschlagen.
Der Quali-Dominator, der bisher in den Playoffs noch keinen unwiderstehlichen Eindruck hinterlässt, bringt die Führung nicht über die Zeit. Rathgeb gleicht 78 Sekunden vor Schluss mit seinem vierten Playoff-Tor aus. Erstaunlich, wie einfach der Verteidiger ins Drittel spazieren und nach einem Doppelpass mit Vey vollenden kann. Das Lausanner Publikum erhitzt sich derweil über eine haarige Szene lange davor, die aber nichts mit dem Treffer zu tun hat.
Die Entscheidung fällt erst in der zweiten Overtime: Da ist es Captain Sprunger, der um Mitternacht in der 94. Minute Fribourg zum Sieg und zur 2:1-Führung in der Serie schiesst.
Fans: 9600
Tore: 17. Jäger (Bayreuther, Suomela/PP) 1:0. 41. Glauser (Oksanen, Suomela) 2:0. 45. Gunderson (Rathgeb, Vey/PP) 2:1. 59. Rathgeb (Vey/ohne Goalie) 2:2. 94. Sprunger (Walser, Gunderson) 2:3.