Lugano – Fribourg-Gottéron 3:5
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Der HC Lugano ist definitiv im Krisenmodus angekommen. Wegen des Unmuts der Fans über die desolaten Leistungen wurde am Mittag kurzfristig die für den Abend geplante Legenden-Zeremonie für Ex-Stürmer-Star Régis Fuchs abgesagt. Ein weiser Entscheid, denn die Curva Nord streikt in den ersten 10 Minuten des Spiels, stattdessen wird die Mannschaft von einem riesigen Plakat empfangen, auf dem «Sveglia» (Aufwachen) steht.
Im Schlüsselspiel gegen das ebenfalls dringend Punkte benötigende Fribourg setzt der unter Druck stehende Trainer Luca Gianinazzi dann alles auf eine Karte, belässt die wenig überzeugenden Tschechen Jiri Sekac und Radim Zohorna auf der Tribüne und schickt den zuletzt ebenfalls etwas schwächelnden Goalie Niklas Schlegel auf die Ersatzbank. Stattdessen stellt er den Slowaken Adam Huska ins Tor, der seit dem 1:8-Debakel gegen Davos am 25. Oktober nicht mehr eingesetzt wurde und in seinen drei bisherigen Spielen eine vernichtende Abwehrquote von 86,8 Prozent eingefahren hat.
Der Poker von Gianinazzi geht voll in die Hose. Nach 6 Minuten liegt Lugano mit 0:2 zurück, nach 19 Minuten mit 1:3 und nach 20 Minuten hat Huska bereits wieder Feierabend. Gianinazzi bringt Schlegel, die Höchststrafe für Huska! Den Rückstand an Huska festzumachen, wäre zu billig, aber ein stabiler Rückhalt war er halt schon nicht. Doch das ist auch Schlegel, der übernimmt nicht wirklich. Das Hauptproblem sind aber nicht die Goalies, sondern dass die Mannschaft total auseinanderfällt und nach 28 Minuten dann bereits mit 1:5 zurückliegt.
Die Curva Nord ist nun zwar zurück, aber pfeift das Team gnadenlos aus. Aufgeweckt hat ihre Aktion höchstens Fribourg, das keineswegs einen Wahnsinns-Match zeigen muss, um Lugano in Einzelteile zu zerlegen. Und bei Gianinazzi stellt sich die Frage, ob der Huska-Flop seine letzte Patrone war und seine Amtszeit vor dem nächsten Spiel am Mittwoch gegen die SCRJ Lakers zu Ende geht. Oder ob er sich durch die Mini-Reaktion seines Teams im Schlussdrittel (vom 1:5 zum 3:5) im Amt halten kann. (mal)
Fans: 5045.
Tore: 6. Etter (Gerber) 0:1. 6. Schmid (Bertschy, Vey) 0:2. 12. Verboon (A. Peltonen, Cormier) 1:2. 19. Lilja (Vey, Wallmark/PP) 1:3. 26. De la Rose (Vey) 1:4. 28. Bertschy (Streule, Schmid) 1:5. 47. Verboon (Arcobello) 2:5. 57. Fazzini (Schultz, Carr/PP) 3:5.
Davos – Biel 3:1
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Nach sieben Einsätzen in Folge bekommt Biels finnischer Goalie Säteri eine Pause und die Seeländer treten nur mit vier Ausländern (Yakovenko, Sallinen, Heponiemi, Rajala) an. Für Biel-Goalie Janett (24) ist es erst der sechste Einsatz in dieser Saison. Sein Endgegner in diesem Spiel: Filip Zadina, Tscheche, 25-jährig, ein Riesentalent – und Nummer-1-Draft von 2018 (Detroit).
Nach acht Minuten hätte Zadina Janett bereits einen Hattrick eingeschenkt haben können. Zwei Chancen macht der Torhüter aber zunichte, eine davon mit einem Big Save. Nachdem es beim 1:0 für den Tschechen relativ schnörkellos geklappt hat mit dem Einnetzen, sind diese Paraden wichtig gegen den Goalgetter. Beim 2:0 lässt Zadina ihm aber wieder nicht den Hauch einer Chance.
Diesen beiden Toren geht jeweils ein Fehler eines jungen Biel-Verteidigers voraus. Blessing (18) gibt die Scheibe vor dem ersten Gegentreffer einfach her, Christe (20) missglückt als hinterster Mann an der blauen Linie ein hektisches Zuspiel. Aus solchen Situationen lernen die Youngsters für ihre Zukunft.
Den – nicht ganz lupenreinen – Hattrick vollendet Zadina tänzelnd im Schlussdrittel. Nebst der Zadina-Show sind beim HCD aber auch Phasen mit ungenügender Passqualität und Unachtsamkeiten in der Defensive auszumachen. Die Bieler können daraus aber keinen Profit schlagen. Nur Sallinen kommt einem Anschlusstreffer zweimal sehr nahe.
Einziger Wermutstropfen aus Davoser Sicht: In der zweiten Minute wird Abwehrminister Dahlbeck (Sd) nach einem Yakovenko-Schuss vom Puck im Gesicht getroffen und muss mit einer tiefen Schnittwunde ins Spital gebracht werden. (N.V.)
Fans: 5573.
Tore: 2. Zadina 1:0. 34. Zadina 2:0. 51. Zadina (Kessler, Fora) 3:0. 59. Hofer (Kneubühler) 3:1.
Kloten – SCL Tigers 3:2
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Zwar erwischen die SCL Tigers den besseren Start und gehen durch Sean Malone in Führung. Doch Kloten kann in der unterhaltsamen Anfangsphase zurückschlagen und die Partie drehen. Zweimal amtet Youngster Rafael Meier (19) als Vorbereiter – Axel Simic und Reto Schäppi sorgen für die Tore.
Die Partie plätschert in der Folge so vor sich hin und Langnau erhöht im Schlussdrittel die Kadenz. Verdientermassen kommen die Emmentaler zum 2:2 durch Julian Schmutz und sind drauf und dran, diesem Match eine neuerliche Wende zu geben. Doch dann schlägt plötzlich Kloten wieder zurück – Niko Ojamäki sichert dem Überraschungsteam mit dem 3:2 den zehnten Heimsieg in dieser Saison. (mal)
Fans: 5085.
Tore: 6. Malone (Saarijärvi, Saarela) 1:0. 8. Simic (Meier) 1:1. 16. Schäppi (Meier, Grégoire) 2:1. 54. J. Schmutz (Saarela) 2:2. 56. Ojamäki (Aaltonen, Grégoire) 3:2.
Genf-Servette – Ajoie 4:3 n.V.
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Seit Greg Ireland bei Ajoie übernommen hat, haben die Jurassier vier Siege gefeiert und sich als abgeschlagenes Schlusslicht der Konkurrenz zumindest etwas angenähert. Gegen Genf-Servette deutet lange vieles auf den fünften Erfolg hin, führt Ajoie doch zu Beginn des dritten Drittels und dem Treffer von Kyen Sopa 3:1.
Doch dank eines Doppelschlags innert 13 Sekunden durch Josh Jooris und Tim Berni kommen die Genfer wieder heran, und ermöglichen Markus Granlund, mit dem vierten Treffer in der Verlängerung die Wende perfekt zu machen. Für die Grenats ist es der vierte Sieg in Folge. (SDA)
Fans: 5998.
Tore: 6. Pouliot 1:0. 20. Turkulainen (Bellemare, Brennan) 1:1. 37. Nättinen (Brennan, Turkulainen/PP) 1:2. 42. Sopa (Veckaktins) 1:3. 51. Berni (Manninen) 2:3. 51. Jooris (Richard, Miranda) 3:3. 61. Granlund (Richard) 4:3.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 26 | 30 | 53 | |
2 | ZSC Lions | 24 | 31 | 52 | |
3 | SC Bern | 27 | 19 | 48 | |
4 | Lausanne HC | 26 | 2 | 46 | |
5 | EV Zug | 26 | 16 | 41 | |
6 | EHC Kloten | 26 | -2 | 41 | |
7 | EHC Biel | 26 | 0 | 37 | |
8 | HC Fribourg-Gottéron | 26 | -9 | 34 | |
9 | Genève-Servette HC | 23 | 2 | 33 | |
10 | SCL Tigers | 24 | -3 | 32 | |
11 | HC Ambri-Piotta | 25 | -14 | 32 | |
12 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 26 | -14 | 32 | |
13 | HC Lugano | 24 | -20 | 29 | |
14 | HC Ajoie | 25 | -38 | 21 |