Kommentar zum Fall Aaltonen
Kloten wird sich in den Hintern beissen

Ist ein Kokser für den SCB tragbar? In Bern muss man auf die Lernfähigkeit von Miro Aaltonen hoffen.
Publiziert: 12.02.2025 um 19:39 Uhr
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Der ehemalige Kloten-Goalgetter Miro Aaltonen wurde nur für einen Monat wegen Kokain-Konsums gesperrt.
Foto: Estelle Vagne/freshfocus

Darum gehts

  • SCB verpflichtet Miro Aaltonen trotz Kokain-Sperre für kommende Saisons
  • Kloten trennte sich von Aaltonen, erwartete längere Sperre
  • Seit Aaltonens Sperre holte kein Team weniger Punkte als Kloten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Der SCB hat zugeschlagen und Miro Aaltonen vorzeitig verpflichtet, als bekannt wurde, dass der Kokain-Sünder nur für einen Monat gesperrt wurde. Der Finne hatte bereits einen Vertrag für die kommenden zwei Saisons in Bern unterschrieben. 

Bei den Bernern mag man nicht die Moralkeule schwingen. Das war schon in den letzten Jahren so, als man mehrfach Spieler aus der KHL verpflichtete.

«Jeder Mensch kann einen Fehler machen und verdient eine zweite Chance», sagt CEO Marc Lüthi zur Aaltonen-Verpflichtung. Das klingt vernünftig und menschlich.

Und beim EHC Kloten? Da muss man sich in den Hintern beissen. Gerade als Ausbildungsklub ist es legitim, darauf zu achten, dass die Top-Profis eine Vorbildfunktion einnehmen. Doch es gab auch andere Gründe, warum man sich im Januar so schnell von Aaltonen trennte, als er vorsorglich gesperrt wurde.

Man ging von einer längeren Sperre aus und war deshalb froh, Aaltonen von der Lohn- und Nebenkosten-Liste zu haben und mit Pontus Aberg sofort einen Ersatz verpflichten zu können.

Die Rechnung ging nicht auf. Die Flieger stürzten ab. Kein Team holte weniger Punkte als Kloten, seit der 20-fache Saisontorschütze gesperrt wurde. Und auch im Endspurt im Rennen um einen Play-in-Platz könnte Kloten den Finnen gut gebrauchen.

Aaltonen könnte mit seinem verantwortungslosen Verhalten vor Weihnachten Klotens Saison auf dem Gewissen haben. In Bern muss man hoffen, dass er aus seinem Fehler gelernt hat.

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