Der 38-jährige Captain solls im Strichkampf richten
Berns plus heisst Plüss

Noch zwei Spiele und für die Mutzen steht viel auf dem Spiel. Doch mit Martin Plüss (38) haben die Berner einen Trumpf in der Hinterhand.
Publiziert: 25.02.2016 um 21:07 Uhr
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Aktualisiert: 11.09.2018 um 15:30 Uhr
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Plüss hat 16 Tore erzielt. Nur Conacher (21) ist noch besser.
Foto: TOTO MARTI
Angelo Rocchinotti

Während die ersten Spieler den Gang in die Kabine antreten, sorgt Martin Plüss für strahlende Kinderaugen. Ein Junge, der unter Autismus leidet, hatte den sehnlichen Wunsch, Berns Captain zu treffen. Plüss nimmt ihn an den Händen, führt ihn behutsam aufs Eis. «Das hat mir viel Freude bereitet», so der Stürmer. Für einen kurzen Moment ist das so kapitale Spiel gegen Lausanne weit weg.

Die Szene ist typisch für den Zürcher, der oft sagt, er habe kaum Zeit, sich dann aber trotzdem jede Menge davon nimmt, um sie seinem Gegenüber zu spenden. Plüss ist ein Vorzeigeprofi. Und Berns Plus im Kampf um die Playoffs.

Obwohl der SCB nach dem Playout-Debakel 2014 – «war ich da überhaupt dabei?» – die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen wollte, ist es erneut Plüss, der am Karren zieht. Zuletzt hat er in zwei Spielen dreimal getroffen. Dabei wirkte der 38-Jährige vor der Nati-Pause noch platt.

Anstatt ihn wie geplant zu entlasten, wurde er wegen diversen Ausfällen während Monaten forciert. «Es war frustrierend, hat sich das nicht in Siege ausgezahlt. Hätten wir Punkte geholt, hätte man mal reduzieren können. So aber wurde es immer nur noch schlimmer. Die Pause hat mir dann gut getan.»

Auf den 4:1-Sieg gegen Servette am Dienstag bildet sich Plüss nichts ein. «Es war nicht super.» Er weiss: Bisher hat Bern nach starken Leistungen oft gefloppt. Nach dem grandiosen 6:5-Sieg im Penaltyschiessen gegen die ZSC Lions am

23. Dezember reihte Bern sieben Pleiten aneinander. Und als nach dem 5:2-Erfolg gegen Zug am 30. Januar viele den SCB in den Playoffs sahen, stürzte der stolze Klub auf Rang 10 ab.

«Jeder weiss, was auf dem Spiel steht. Es wird kein Selbstläufer. Gegen Lausanne ist es immer eng. Es wird ein Geknorze.»

Plüss’ Botschaft ans Team? «Manchmal gibt es Spielverläufe, die nicht fair sind. Darauf muss man sich vorbereiten. Man darf nicht ans Scheitern denken. Es gibt viel zu gewinnen.»

Trainer Lars Leuenberger ist sich sicher: «Plüss weiss mit der Situation umzugehen.»

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National League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Lausanne HC
Lausanne HC
43
26
84
2
ZSC Lions
ZSC Lions
40
35
78
3
SC Bern
SC Bern
44
18
75
4
EV Zug
EV Zug
43
31
74
5
HC Davos
HC Davos
42
22
72
6
EHC Kloten
EHC Kloten
44
-11
68
7
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
43
-2
66
8
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
43
-9
60
9
SCL Tigers
SCL Tigers
44
0
60
10
EHC Biel
EHC Biel
42
-4
57
11
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
43
-17
57
12
HC Lugano
HC Lugano
42
-17
55
13
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
42
-14
51
14
HC Ajoie
HC Ajoie
43
-58
40
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