Ihr Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio, das Lungenembolie-Drama, die Rückkehr in den Sand, die noch grössere Vorfreude – und dann die Coronavirus-Pandemie, die die Sportwelt lahmlegt. MySports ist ein emotionaler Dokufilm über das beste Schweizer Beachvolleyball-Duo Tanja Hüberli (27) und Nina Betschart (24) gelungen.
Auch ihre Freunde, beide Spitzensportler, kommen darin vor. Blockspielerin Hüberli ist mit Slalom-Ass Ramon Zenhäusern (28) liiert, Abwehrspielerin Betschart mit Hockeyprofi Damien Brunner (34, Biel).
Als die beiden Beacherinnen Anfang März im Trainingslager auf Teneriffa (Sp) weilen, machen sich die beiden Männer in der Heimat Sorgen. «Wir unterschätzten vielleicht das mögliche Ausmass, weil wir auf Teneriffa nicht viel spürten. Das Leben lief normal weiter», sagt Betschart. Brunner dagegen äussert Bedenken, betont, dass es besser wäre, sie würden heimreisen. Und auch Zenhäusern befürchtet, dass sie es vielleicht nicht mehr zurückschaffen.
Hüberli und Betschart erwischen gerade noch einen der letzten möglichen Flieger, der sie in die Schweiz bringt. Doch zu Hause wartet auf Betschart die nächste Schreckensnachricht. Wie Brunner im Dokufilm enthüllt, hat er sich – wie Trainer Törmänen und Kollege Neuenschwander – mit dem Coronavirus infiziert. Das Paar begibt sich in eine zweiwöchige Quarantäne. Als sich der Kühlschrank leert, kaufen ihnen Nachbarn und Freunde aus dem Dorf frische Lebensmittel. Ihr Zeitvertrieb: Training, Puzzles, Studium.
«Olympia im Kopf» – die Beachvolleyball-Story von Hüberli/Betschart, Sonntag, 10. Mai, 21.30 Uhr auf MySports 1.