Grosse Bewährungsprobe
Löwinnen droht nach Chaos-Saison das Out

Zuletzt feierten sie drei Meistertitel in Serie. Doch jetzt müssen die ZSC-Frauen für einen Platz im Playoff-Halbfinal den Umweg über die Play-Ins nehmen. Die Ausgangslage ist herausfordernd.
Publiziert: 13:01 Uhr
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Die Frauen-Teams von Zürich und Ambri duellieren sich in den Play-Ins um einen Platz im Playoff-Halbfinal.
Foto: keystone-sda.ch

Auf einen Blick

  • ZSC-Frauen nicht direkt im Playoff-Halbfinal
  • Die amtierenden Meisterinnen im Play-In-Duell gegen Ambri
  • Dafür nicht mehr beim Team: Trainerin Frautschi und US-Verteidigerin Fontaine
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Die Zürcherinnen sind Serienmeisterinnen und waren über Jahrzehnte hinweg das Mass aller Dinge sowie Vorreiterinnen im Schweizer Frauen-Hockey. Die aktuelle Saison ist für sie jedoch zu einer Bewährungsprobe geworden. Die Konkurrenz hat aufgeschlossen – wenn teilweise nicht sogar überholt. Guten Spielerinnen bieten sich plötzlich Alternativen bei Klubs mit professionellerer Infrastruktur. Und die Women’s League ist mit dem Aufschwung der letzten zwei Jahre grundsätzlich ausgeglichener und spannender geworden.

Die Folge davon sowie des neu für diese Saison eingeführten Modus: Die ZSC-Frauen stehen als amtierende Meisterinnen nicht direkt im Halbfinal, weil sie die Quali auf dem 5. Platz abgeschlossen haben. Direkt für die Halbfinals qualifiziert haben sich die Quali-Siegerinnen aus Bern sowie die Aufsteigerinnen und Cupsiegerinnen aus Zug auf Platz 2. Sie warten nun auf die Gewinner-Teams der Play-In-Duelle zwischen Davos (3.) und Fribourg (6.) sowie Ambri (4.) und Zürich (5.). Die Löwinnen müssen in der Best-of-3-Serie das Heimrecht knapp den Leventinerinnen überlassen.

Obwohl ihre Saisonbilanz mit je zwei Siegen ausgeglichen ist, hat sich vor allem bei den ZSC Lions die Ausgangslage und damit auch die Chance auf ein Weiterkommen verändert. Vor zwei Wochen schocken die Serienmeisterinnen mit der Nachricht, dass Skylar Fontaine (26) ab sofort nicht mehr für die Zürcherinnen spielen darf, «weil der Antrag auf Verlängerung ihrer Arbeitsbewilligung durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit nicht bewilligt wurde. Der gesetzliche Rahmen für eine Verlängerung war in der vorliegenden Situation nicht gegeben», wie es in der Mitteilung heisst. Die US-Verteidigerin und Freundin von ZSC-Stürmer Justin Sigrist (25) ist hinter Sinja Leemann (22) und Alina Marti (20) die drittbeste Skorerin des Teams.

Zwei Spiele vor Quali-Ende dann die nächste Hiobsbotschaft: Trainerin Angela Frautschi (37), seit drei Jahren Headcoach der Löwinnen, hat den Klub per sofort verlassen. Der Grund: Der ZSC plant, das Frauen-Programm ab nächster Saison in allen Bereichen zu intensivieren, und hat dabei beschlossen, dass bei der Trainerinnen-Position Änderungsbedarf besteht. Der Vertrag der zweifachen Meistertrainerin und Cupsiegerin sollte daher nicht verlängert werden. Das bisherige Assistenten-Trio Caroline Baldin, Cindy Kenyon und Richard Novak hat übernommen und soll das Team nun in den Playoff-Halbfinal führen.

1. Runde der Play-Ins (Best-of-3)

Mittwoch, 26. Februar: Ambri – ZSC Lions, 19.45 Uhr

Donnerstag, 27. Februar: Davos – Fribourg, 15.00 Uhr

Mittwoch, 26. Februar: Ambri – ZSC Lions, 19.45 Uhr

Donnerstag, 27. Februar: Davos – Fribourg, 15.00 Uhr

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