Viel Sonnenschein und Temperatur-Achterbahn am Wochenende
Das sonnige Wetter geht am Freitag in die nächste Runde und lädt zum draussen Verweilen ein. Bis auf ein paar wenige Schleierwolken bleibt der Himmel wolkenlos, wie «Meteo News» schreibt. Mit bis zu 20 Grad lohnt sich ein Feierabendbier im Freien definitiv.
Die Sonne dominiert in den nächsten Tagen – bis zur Wochenmitte dürfen wir uns auf schönes Wetter freuen. Jedoch unterliegen die Temperaturen grossen Schwankungen. Während heute und am Samstag noch Temperaturen bis zu 20 Grad herrschen, kühlt es am Sonntag deutlich ab. Der Grund: Arktische Kaltluft. Es kommt zu einem Temperatursturz von rund acht bis zehn Grad.
Zudem geht immer wieder eine Bise. Was die Gründe dafür sind, liest du hier.
Auch die Trockenheit verschärft sich, was zu weiterer Verdunstung führt. Die Pegel der Schweizer Seen und Flüsse sind deshalb weiter tief. Die Trends zeigen laut «Meteo News» weiter nach unten.
Mehrere Zwischenfälle am Flughafen Zürich wegen starker Bise
Eine starke Bise fegte am Dienstag durchs Schweizer Mittelland. Der starke Wind hat für Turbulenzen im Flugverkehr und zu mehreren Zwischenfällen am Flughafen Zürich geführt. Wie ein Flughafensprecher gegenüber BRK News bestätigt, mussten bis 15 Uhr bereits vier Flugzeuge durchstarten – allein zwischen 17.43 Uhr und 18.43 Uhr kamen weitere vier Durchstartmanöver hinzu. Ein Flugzeug wurde aufgrund der schwierigen Bedingungen nach Stuttgart umgeleitet. Die übrigen Maschinen kreisten über dem Raum Kreuzlingen und versuchten den Anflug auf Zürich erneut.
Die gemessenen Böenspitzen am Flughafen Zürich lagen bei bis zu 38 Knoten – das entspricht rund 70 Stundenkilometern – und das im rechten Winkel zur Landepiste. «Das ist sehr viel», erklärte der Sprecher weiter. Solche Seitenwinde stellen für Piloten eine besondere Herausforderung dar, da sie präzises Flugverhalten und schnelle Entscheidungen erfordern. Die Bise, ein kalter und trockener Nordostwind, tritt typischerweise im Schweizer Mittelland auf und kann – wie heute – mit hoher Geschwindigkeit über die Region hinwegziehen. Auch in den kommenden Stunden sind weiterhin starke Windböen zu erwarten.
Heftige Bise zerzaust das Mittelland
Mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde und teilweise darüber ist am Dienstagnachmittag ein Bisensturm über das Mittelland gefegt. Der höher gelegene Jura erlebte sogar Windspitzen bis knapp unter 100 Kilometer pro Stunde. Im Waadtländer Jura nahe der französischen Grenze mass der private Zürcher Wetterdienst Meteo News Windgeschwindigkeiten von 99 und 92 Kilometern pro Stunde. Und auch auf St. Chrischona im Kanton Basel-Stadt mit lediglich 522 Metern über Meer reichte es noch für 94 Kilometer pro Stunde.
Im Mittelland wurden die höchsten Werte am Flughafen Zürich-Kloten mit 83 und in Schaffhausen mit 78 Kilometern pro Stunde registriert. In Yverdon VD waren es sogar 79 Kilometer pro Stunde. Meteo Schweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, führte ähnliche Werte an. Bäume knicken bei diesen Geschwindigkeiten noch kaum um, wie ein Meteorologe von Meteo News zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte – zumal die meisten noch nicht viel Laub trügen und der Wind dementsprechend hindernislos hindurchblasen könne. Schaden dürfte die heftige Bise vom Dienstag also kaum angerichtet haben.
Zu solchen Bisenstürmen kommt es laut Meteo News eher selten, das heisst: in der Regel zwei bis vier Mal pro Jahr. Im April ist dieses Phänomen sogar sehr selten.
Wetter-Achterbahn: Klettert das Thermometer heute bis auf 20 Grad?
Während wir vielerorts noch unter einer grauen Wolkendecke aufwachen, lichten sich im Verlauf des Freitags die Hochnebelfelder und es wird schweizweit recht sonnig. Im Norden gibt es zwischen 13 und 15 Grad, im sonnigen Süden sind sogar 20 Grad möglich.
In der Nacht auf Samstag breiten sich hingegen wieder Regengüsse aus. Der Start ins Wochenende fällt also durchzogen aus – auch entlang der Alpen ist es häufig nass. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1100 bis 1300 Meter. Es bleibt kühl, mit Temperaturen bis knapp über zehn Grad.
Am Sonntag hingegen steigen die Temperaturen wieder. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken sind bis zu 15 Grad möglich.
Sturmwarnung für die Zentralschweiz – Gefahrenstufe 3
Es wird stürmisch in Teilen der Zentralschweiz. Für die Regionen Flüelen-Unterschächen (UR), Meiringen-Gadmertal (BE) und Erstfeld-Engelberg (UR und OW) hat der Wetterdienst MeteoNews eine Warnung herausgegeben. Diese gilt von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht.
Erwartet werden Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometer in den Tälern und über 120 Stundenkilometer in höheren Lagen. Neben den starken Winden kann es zusätzlich zu heftigem Niederschlag und Schneefall in höheren Lagen kommen.
Am Freitag sind höhere Saharastaub-Konzentrationen zu erwarten
Eine markante Südströmung weht aktuell Saharastaub Richtung Schweiz. Nachdem dieser Spanien und Frankreich überquert hat, dürfte die Konzentration in der Schweiz am Freitag einen Höhepunkt erreichen. Damit ist der erste dichtere Saharastaub dieses Jahres im Anflug.
Die südliche Strömung stellte sich zwischen einem ausgedehnten Hoch über Osteuropa und einem atlantischen Tief ein, wie der Wetterdienst Meteo News am Donnerstag mitteilte. Die Strömung greift bis nach Nordafrika aus und nimmt den Saharastaub mit.
Der Frühling ist da
Zwar sind die Morgen noch frostig, doch Sonnenliebhaber dürfen sich definitiv auf ein paar frühlingshafte Tage freuen: Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsstart am Donnerstag zeigt die Temperaturkurve nach oben. Am Mittwoch werden im Norden bereits 14 bis 17 Grad erwartet. Die Sonne strahlt von Morgens bis Abends uneingeschränkt. Am Donnerstag könnte es dann sogar noch leicht wärmer werden.
Laut «Meteo News» wird es auch in der Höhe milder – die Nullgradgrenze steigt auf 2500 bis 2600 Meter.
Grosse Lawinengefahr auf der Alpensüdseite
Nach ergiebigen Schneefällen in den letzten Tagen ist die Lawinengefahr auf der Alpensüdseite gross. Es liege viel Neu- und Triebschnee auf einer ungünstigen Altschneeoberläche. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) rief deshalb am Freitag für die unteren Maggiatäler, die Riviera, die untere Leventina und das Bleniotal die Lawinengefahrenstufe 4 von 5 aus. In den übrigen Gebieten liegt die Lawinengefahr verbreitet auf Stufe 3, erheblich.
Lawinen könnten in den gefährdeten Gebieten von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden und es seien auch spontane Lawinen möglich, hiess es auf der SLF-Webseite. Für Schneesport abseits der gesicherten Pisten seien die Verhältnisse deshalb ungünstig.
15 bis 30 Zentimeter Neuschnee
Gemäss SLF sind am Alpensüdhang ohne Münstertal und Berninagebiet von Sonntagnachmittag bis Donnerstagnachmittag oberhalb von 2000 Meter über Meer 30 bis 50 cm Neuschnee gefallen, im westlichen Unterwallis und den übrigen Gebieten am Alpenhauptkamm 15 bis 30 Zentimeter.
Bis am Freitagnachmittag dürfte es demnach am Alpenhauptkamm vom Lukmanierpass bis ins Berninagebiet und südlich davon weitere 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee geben, am zentralen und östlichen Alpennordhang, im Gotthardgebiet, den oberen Maggiatälern, im Sottoceneri, im übrigen Oberengadin und in Nord- und Mittelbünden 5 bis 15 Zentimeter.
Lieferwagen rutscht bei Schnee von Fahrbahn
Am frühen Freitagmorgen ist ein Lieferwagen auf der Engadinerstrasse in La Punt-Chamues-ch GR auf glatter Fahrbahn ins Rutschen gekommen und anschliessend von der Fahrbahn abgekommen. Das teilte die Kantonspolizei Graubünden mit. Der Fahrer erlitt eine leichte Beinverletzung. Er wurde gemäss Mitteilung zur Kontrolle ins Spital gebracht. Der Lieferwagen musste mit einem Kran geborgen werden.
Grauer Start ins Wochenende: Regen und teilweise Glätte
Der Freitag beginnt schweizweit nass-grau mit vielen Wolken. Auflockerungen sind selten. «Nach ein paar Regen- oder Schneeschauern in den Morgenstunden ist es tagsüber oft trocken», schreibt der Wetterdienst «Meteo News» auf X. Die Temperaturen schaffen es wohl nicht über sechs bis sieben Grad.
In Teilen der Ostschweiz herrscht bis 8 Uhr zudem leichte Strassenglätte, wie auf der Warnkarte des Bundes ersichtlich ist. Im Süden gibt es vereinzelt Schneegefahr.