Das Blutbad in einer Manor-Filiale in Lugano TI am Dienstag sorgt auch im Ausland für Wirbel. Mehrere internationale Medien berichten über den mutmasslichen Terror-Angriff einer 28-jährigen Schweizerin.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (34) schrieb in einem Tweet: «Ich verurteile den heutigen islamistischen Terroranschlag in Lugano voll und ganz.» Seine Gedanken seien bei den Opfern. «Wir stehen in diesen schweren Stunden mit der Schweiz zusammen», schrieb er weiter.
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (60 sie hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Vorfall geäussert. Anfang November kam es in der österreichischen Hauptstadt Wien zu einem Terroranschlag mit fünf Toten.
Bundespräsidentin sichert Unterstützung des Bundes zu
Sommaruga hat sich auch am Mittwochmorgen noch nicht öffentlich zum Blutbad in Lugano geäussert. Die Bundespräsidentin habe aber am Dienstag mit dem Tessiner Regierungspräsidenten Norman Gobbi (43) telefoniert, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.
Sommaruga brachte dabei ihr Mitgefühl für die betroffenen Frauen und die Tessiner Bevölkerung zum Ausdruck und habe die Unterstützung des Bundes zugesichert.
«Die Situation ist von grösstem Ernst»
Gobbi sagte am Dienstag vor den Medien, man gehe davon aus, dass die Täterin radikalisiert worden sei. «Die Situation ist von grösstem Ernst», sagte der Vorsteher des Tessiner Justiz- und Polizeidepartements. Falls sich die vom Fedpol geäusserte Vermutung bestätigen lasse, wäre der Kanton Tessin zum ersten Mal mit einem terroristischen Akt konfrontiert. «Wir sind entschlossen, die Sicherheit unserer Bürger zu verteidigen», schloss Gobbi.
Der Kommandant der Tessiner Kantonspolizei Cocchi sagte, die Bedrohung durch den Terrorismus sei omnipräsent. Es sei wichtig, rasch zu reagieren, und das habe man getan. Die Untersuchung des Falles werde vom Fedpol geleitet. (nim/SDA)