Aufgestellt hat den Weltrekord der Schweiz-Brasilianer Lazaro Schaller. Beim Wasserfall «Cascata del Salto» stürzte er sich aus 58,8 Metern vom Felsen - den zahlreichen Zuschauern stockte der Atem. Gesprungen ist Schaller schon am 4. August, bekannt geworden ist der Gewaltsprung allerdings erst jetzt.
Bislang galten Sprünge aus einer solchen Höhe als tödlich, die Gründe dafür liegen auf der Hand. Schon nach wenigen Sekunden beschleunigt der Körper auf über 120 km/h. Würde er so auf die Wasseroberfläche aufschlagen, ginge wohl einiges zu Bruch. Darum wird das Wasser mit Luft aus Tanks aufgelockert, was den Aufprall deutlich mindert. Die Wassertiefe beträgt lediglich acht Meter, doch diese Tiefe reicht, um den Schwung zu bremsen.
Für den professionellen Canyoning-Experten war es der erste Sprung aus dieser Höhe. Normalerweise springt er aus 25 bis 35 Metern, mit Neopren und Helm ausgerüstet. Auf diesen Sprung hat er sich nicht speziell vorbereitet. Im Vorfeld wurde die Flugbahn mit grossen Steinbrocken getestet, das wars.
Schaller selbst war bei der ganzen Aktion offenbar ziemlich relaxed. Gegenüber redbull.com verrät er: «Ab 25 Metern sieht alles gleich aus und fühlt sich auch ähnlich an. Den einzigen Unterschied macht die Flugzeit!» Na dann: weiterhin guten Flug. (tom)