Sie war die Strippenzieherin des Adoptionsskandals
Alice Honegger exportierte Schweizer Babys in alle Welt

Die St. Galler Adoptionsvermittlerin Alice Honegger vermittelte Säuglinge von «gefallenen Müttern» ins Ausland – teils mit Wissen der Behörden.
Publiziert: 13.10.2023 um 09:57 Uhr
Später verschwanden viele von ihnen: Pflegekinder, die von Erika H. (links im Bild) aufgenommen worden waren.
Foto: Joël Hunn
Später verschwanden viele von ihnen: Pflegekinder, die von Erika H. (links im Bild) aufgenommen worden waren.
Foto: Joël Hunn
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Otto Hostettler
Beobachter

Ein «uneheliches» Kind brachte Frauen in den 1950er- und 1960er-Jahren oft in grosse Not. Sie gerieten in den Fokus der Behörden, sie wurden in Heime, Anstalten und ins Frauengefängnis gesteckt und «administrativ versorgt». Gleichzeitig drängte man sie dazu, ihre Babys zur Adoption freizugeben. Jetzt belegen Recherchen des Beobachters erstmals, was mit den Babys passierte: Eine unbekannte Anzahl wurde an kinderlose Paare im Ausland verschachert. Strippenzieherin war auch da die umstrittene Adoptionsvermittlerin Alice Honegger.

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