Über 500 Vorfälle mit Möpsen, Maltesern und Terriern
Kleine Hündchen sind am bissigsten

Dem kantonalen Veterinärdienst im Kanton Aargau sind im vergangenen Jahr über 500 Vorfälle gemeldet worden, in denen ein Hund einen Menschen oder ein Tier verletzt hat. Meist sind Schosshündchen die Täter.
Publiziert: 01.12.2017 um 13:14 Uhr
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Aktualisiert: 12.09.2018 um 13:35 Uhr
Vorfälle mit kleinen Hunden wie Chihuahuas nahmen im Kanton Aargau zu (Symbolbild).
Foto: Cris Cantón Photography

Auf der Liste der beliebtesten Hunde landen Schosshündchen wie Chihuahuas, französische Bulldoggen oder Yorkshire Terrier regelmässig auf den vorderen Plätzen. Doch diese fallen immer häufiger negativ auf, berichten Tierärzte.

Insgesamt 571 Meldungen wegen Hunden, die einen Menschen oder ein Tier verletzt haben oder als übermässig aggressiv aufgefallen sind, gingen letztes Jahr beim Aargauer Veterinäramt ein, berichtet die «Aargauer Zeitung» heute. «Tendenziell gehen wir davon aus, dass heute bis zu einem Drittel der Vorfälle Kleinhunde wie zum Beispiel Möpse, Malteser oder Terrier betreffen», sagt Kantonstierärztin Erika Wunderlin zur Zeitung.

Listenhunde besser erzogen

Zum Vergleich: Listenhunde betrafen nur fünf Prozent der Meldungen. Dies, weil deren Halter dazu verpflichtet sind, Erziehungskurse zu besuchen und eine Prüfung zu absolvieren. Halter von kleinen Hunden dagegen investieren weniger Zeit in die Erziehung, glaubt die Tierärztin.

Viele dieser Vorfälle verlaufen glimpflich. Doch bei anderen kommts hart auf hart: Laut «Aargauer Zeitung» resultierten aus den über 500 Meldungen 95 Strafanzeigen, 175 Verwarnungen und 18 Anordnungen von Auflagen.

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