Emsige Arbeiter in St. Moritz
Baufirma reisst falsche Olympiaschanze ab

Eine Firma hat im Bündner Skiort irrtümlicherweise die falsche Skisprunganlage abmontiert. Der Schaden ist halbwegs behoben.
Publiziert: 04.11.2014 um 22:54 Uhr
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Aktualisiert: 01.10.2018 um 00:26 Uhr
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Die Skisprungschanze in St.Moritz ist in die Jahre gekommen.
Foto: Keystone

Vor einem Jahr sagte die Stimmbevölkerung Ja zum Bau einer 11,5 Millionen Franken teuren neuen Skisprung-Schanzenanlage in St. Moritz. Die Abbrucharbeiten an der alten Anlage haben bereits begonnen. Korrekt abmontiert wurde die grosse, 80-jährige Olympiaschanze.

Abbruchplan falsch interpretiert

Die einheimische Baufirma brach aber versehentlich auch die kleine Schanze teilweise ab, wie das «Regionaljournal» von SRF berichtet. «Die Baufirma hat den Abbruchplan falsch interpretiert», sagt Beat Lüscher vom Bauamt St. Moritz. «Wir haben den Fehler einen halben Tag nach dem Abbruch bemerkt.»

Die lokale Baufirma reagierte sofort. Am letzten Wochenende sei der abgebrochene Teil der kleinen Schanze provisorisch wieder aufgebaut worden. Glücklicherweise brachen die übereifrigen Bauarbeiter nur die Holzkonstruktion auf den letzten 20 Metern der Schanze ab. Das Betonfundament liessen sie stehen. In der kommenden Wintersaison sollte die kleine Schanze noch genutzt werden. Bereits in wenigen Wochen findet ein erstes Springen statt.

Baufirma will Kosten übernehmen

Ein Rechtsstreit mit der Baufirma konnte abgewendet werden. Die 10 000 Franken, die die Überstunden am Wochenende kosteten, zahlt die Baufirma selber. «Sämtliche Beteiligten waren bestrebt, gemeinsam eine Lösung zu finden, und es fand keine Schuldzuweisung statt», sagt Lüscher heute in der «Südostschweiz».

Die neue Skisprung-Schanzenanlage soll planmässig ab dem Winter 2015/16 in Betrieb genommen werden. Bis dahin werden alle vier Schanzen erneuert. Der Skisprung-Sport soll so wieder nach St. Moritz zurückgeholt werden. (btg)

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