Bienenvolk in Ramsen SH
Amerikanische Faulbrut bedroht Schweizer Bienen

Im schaffhausischen Ramsen ist ein Bienenvolk an der amerikanischen Faulbrut erkrankt, auch Bienenpest, erkrankt. Weil die Krankheit nicht therapierbar und hoch ansteckend ist, erklärte der Kanton Schaffhausen einen Radius von zwei Kilometern rund um Ramsen zum Sperrgebiet.
Publiziert: 13.09.2017 um 14:28 Uhr
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Aktualisiert: 12.09.2018 um 03:00 Uhr
Jetzt - vor der kalten Jahreszeit - noch schnell die letzten Pollen "einfahren". Eine Biene sammelt im September die Pollen einer Pflanze. Die untherarbierbare amerikanische Faulbrut bedroht derzeit Bienenvölker in Ramsen SH.
Foto: STEFFEN SCHMIDT

Sperrzone bis Konstanz

Die Sperrzone reicht bis in den deutschen Landkreis Konstanz hinein, der über den Ausbruch der meldepflichtigen Krankheit ebenfalls informiert wurde. Teile des Dorfs Arlen und die Gemeinde Gailingen am Hochrhein stehen deshalb ebenfalls unter erhöhter Beobachtung.

Wie der Schaffhauser Kantonstierarzt Peter Uehlinger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, wird der Bieneninspektor nun alle Betriebe aufsuchen und die Völker untersuchen.

Ist die amerikanische Faulbrut auf den Menschen übertragbar?

Zwei Monate lang dürfen keine Bienen aus Völkern in der Sperrzone entfernt werden. Zudem dürfen auch keine Bienen von ausserhalb in dieses Gebiet gebracht werden. Das kranke Bienenvolk in Ramsen wurde bereits vor einigen Tagen getötet und entsorgt.

Die amerikanische Faulbrut, auch Bienenpest genannt, ist nicht behandelbar und lässt Bienenvölker langsam sterben. Auf den Menschen ist sie jedoch nicht übertragbar. Auch der Verzehr des Honigs ist für den Menschen unbedenklich.
(SDA)

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