Israel
Rückkehr der Einwohner in Gazas Norden weckt Kritik

Nach der Rückkehr Hunderttausender palästinensischer Binnenflüchtlinge in den Norden des Gazastreifens im Rahmen der Waffenruhe hat Israels Oppositionsführer Jair Lapid die Regierung kritisiert.
Publiziert: 28.01.2025 um 13:08 Uhr
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Aktualisiert: 28.01.2025 um 15:33 Uhr
Israels Oppositionsführer Jair Lapid.
Foto: RONEN ZVULUN
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SDASchweizerische Depeschenagentur

«Die Tatsache, dass die Einwohner von Gaza in ihre Häuser zurückkehren, bevor alle Einwohner des (israelischen) Gaza-Grenzgebiets in ihre Häuser zurückgekehrt sind, ist der herzzerreissende Beweis dafür, dass diese Regierung das Land einfach nicht führen kann», schrieb Lapid auf der Plattform X.

Nach Angaben des Medienbüros der Hamas waren allein am Montag rund 300'000 Menschen in ihre Heimatorte im Norden zurückgekehrt. Die Zahlen liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Im Norden des Gazastreifens hatte Ende Oktober 2023 Israels Bodenoffensive begonnen.

Hunderttausende Bewohner wurden im Laufe des mehr als 15-monatigen Kriegs in den Süden vertrieben, wo sie meist in notdürftigen Zeltlagern hausten. Auch im Norden herrscht jedoch allgemeine Zerstörung.

Nach Medienberichten haben Einwohner des israelischen Grenzgebietes nun Angst vor einem Wiedererstarken der Hamas und einer Wiederholung des Massakers am 7. Oktober 2023 mit mehr als 1200 Toten. Viele der Tausenden Angreifer waren damals aus dem Norden des Gazastreifens über die Grenze gekommen.

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