Darum gehts
- Mélanie Freymond moderiert ESC-Public-Viewing in Basel mit Sven Epiney
- Freymond ist vielseitige TV-Persönlichkeit und engagierte Rotkreuz-Botschafterin
- 36'000 Tickets für Public Viewing waren innerhalb eines Tages ausverkauft
Die Sonne lacht, und Mélanie Freymond (47) strahlt. Die Moderatorin aus Lausanne ist bekannt als Frohnatur – auch bei Regenwetter – und in der Romandie eine beliebte TV-Persönlichkeit. Am 17. Mai wird sie zusammen mit der SRF-Allzweckwaffe Sven Epiney (53) am ESC-Final in Basel das Public Viewing im St. Jakob-Park moderieren. Er auf Deutsch, sie auf Französisch. Oder Englisch. Und Italienisch. Allzweckwaffe? Passt. Freymond versteht sogar Schweizerdeutsch. «Wir werden uns mit Leuten aus dem Publikum unterhalten», sagt sie, «da weiss man nie genau, wen man vors Mikrofon bekommt.» Die Auswahl ist gross. Die 36'000 Tickets waren innert eines Tages weg. Nebenan, in der St. Jakobshalle, werden weitere 6000 Menschen den Final live verfolgen, dazu weltweit wohl 180 Millionen Fernsehzuschauer.
«Nein, ich bin nicht speziell nervös», meint Freymond nonchalant. Weshalb auch? Sie ist ein Charmebolzen mit Improvisationstalent und Erfahrung mit grossen TV-Kisten. Für RTS moderierte sie Miss- und Mister-Wahlen, die «Swiss Awards» und immer noch den Fernsehfinal der «Swiss Voice Tour». Im Regionalfernsehen La Télé ist sie präsent mit einer Talkshow zu nachhaltiger Landwirtschaft und «Votre argent», einer Sendung über Geld. Mélanie Freymond kann durchaus ernsthaft, sehr ernst sogar, wenn es um ihr Engagement als Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes geht. 2021 etwa besuchte sie ein Flüchtlingslager in Bosnien: «Eine einschneidende Erfahrung, die mich nachhaltig prägte. Ich konnte wieder nach Hause, die Leute dort bleiben in unsäglichen Bedingungen zurück.»
Zu Hause ist sie auf dem Land, eine kurze Autofahrt von Lausanne entfernt. Die Wohnung ist klein, aber fein, die Aussicht spektakulär. Zu ihren Füssen der Genfersee, dahinter die französischen Alpen mit Evian und Thonon-les-Bains. Rechts sieht sie fast bis nach Genf, linker Hand liegen die Weinberge und das Wallis. Dort, eine knappe Autostunde entfernt, wohnt Olivier Giroud (39). Er ist Lehrer, Musiker, enthusiastischer Theaterschaffender und seit 2018 ihr Partner. Zusammenziehen ist bei dem Paar immer wieder mal Thema, aber keine Notwendigkeit. Man sieht sich ständig und steht öfters gemeinsam auf der Theaterbühne. Aktuell proben sie das Stück «Hystéries», mit dem sie im Juni im Théâtre des Mathurins in Paris gastieren werden. «Wir spielen zehn Szenen, in denen es um zehn Paare in allen möglichen Konstellationen geht», erzählt Giroud.
Aber erst gehts nach Basel. Olivier reist mit Maxence (13) hin, dem Sohn von Mélanie aus der Beziehung mit dem ehemaligen Fussballer Léonard Thurre. Der Filius ist es gewohnt, seine Eltern im Fernsehen zu sehen. «Früher dachte ich, das sei normal und in allen Familien so», sagt er, strahlt wie seine Maman und deckt den Tisch. Der Einzige mit latentem Lampenfieber ist Olivier Giroud: «Sie wird in ihrem Element sein», sagt er, «und ich sitze nervös im Publikum und kann nichts für sie tun.» Ziemlich impulsiv sei Mélanie, sie zeige Freude, aber auch Ärger. «Sie ist ehrlich und immer authentisch – und es ist nie langweilig mit ihr.»
Dieser Artikel wurde erstmals in der der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.
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Sie ist ein echter ESC-Fan
2013 verkündete Freymond die ESC-Punkte für die Schweiz. 1988 sass sie als Zehnjährige im Theater in Morges VD, als Céline Dion die Schweizer Vorausscheidung gewann. «Eine Freundin bekam die Tickets von ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt», erzählt sie begeistert. «Wir haben Céline in Morges gesehen – und später im Fernsehen, als sie für die Schweiz gewann!»
Freymonds persönlicher ESC-Liebling ist die Schwedin Loreen. Die gewann 2023 mit «Tattoo», elf Jahre nachdem sie mit «Euphoria» schon einmal den Sieg nach Schweden geholt hatte. Die Chancen des diesjährigen Schweizer Beitrags seien schwierig abzuschätzen, sagt Freymond. «Voyage» sei ein ruhiges Stück, melancholisch. «Aber es ist das richtige. Es wäre seltsam, würde Zoë Më etwas Ähnliches machen wie Nemo.»
Mélanies Vater ist Waadtländer, ihre Mutter Belgierin. In deren Familie ist ESC-Schauen seit Generationen Pflicht. Wehe, Frankreich gab Belgien keine Punkte, dann schimpfte die Urgrossmutter aber! «Diese Geschichte erzählen wir uns bis heute», lacht Freymond. Ihren ersten Concours sah sie 1986 im Fernsehen bei den Grosseltern in Belgien. Prompt gewann die blutjunge Sandra Kim für Belgien! Bis heute der einzige Sieg, aber ein erinnerungswürdiger Moment in der Familienchronik. «Meine Mutter ruft ständig aus Brüssel an und fragt, wie es mir gehe und was auf mich zukomme», sagt Freymond. «Ich habe keine Angst. Und ich weiss auch nur grob, was vorgesehen ist.» Schaltungen von der Halle zu ihr ins Stadion seien geplant und ein Auftritt von Baby Lasagna, den Zweitplatzierten von 2024 aus Kroatien. Lange sagte man ihr nicht einmal, wer ihr Moderationspartner sein würde. Mit Sven Epiney («Je l’adore!») an ihrer Seite, sagt sie, könne nichts schiefgehen. Und eines weiss sie sicher: «Basel wird eine grossartige Party feiern.»
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