Kristina Böhm (55) kann nach dem Tod ihres Vaters wieder strahlen
«Meine Familie gibt mir Kraft»

Im vergangenen Mai starb in Salzburg (A) Karlheinz Böhm († 86). Kurz zuvor hatte ihn seine Tochter Kristina (55) noch einmal besucht. «Ich hab dich lieb», waren die letzten Worte des legendären Schauspielers («Sissi») an seine Tochter.
Publiziert: 26.10.2014 um 20:44 Uhr
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Aktualisiert: 04.10.2018 um 23:31 Uhr
Von Cyril Schicker

Die in Bern lebende Kristina Böhm erinnert sich: «Wir hatten ein inniges Verhältnis. Er weinte und freute sich mit mir.» Und weiter: «Mein Vater opferte sich gerne für andere auf, war immer für mich da. Streit hatten wir eigentlich nie», so Kristina Böhm.

Jeden Tag denke sie voller Liebe und Stolz an ihn. Sie vermisse besonders seine grosszügige Art und sein gewinnendes Lächeln. «Als ich bei ihm war, habe ich gespürt, dass er bald in den Himmel kommt. Zum Glück habe ich ihn aber noch sehen und in den Arm nehmen dürfen», sagt sie.

Bei ihrem Papa hatte sie eine Vorahnung. Von ihrem Ehemann Peter Rothen († 54) konnte sie sich hingegen nie verabschieden. 2004 starb der Unternehmer völlig unerwartet im Schlaf während einer Geschäftsreise in Deutschland. «Peter erlitt einen plötzlichen Herztod», sagt sie. Den Tod ihres Mannes hat Böhm inzwischen verarbeitet. Mit «Ich würde dich wieder heiraten» hat sie sogar ein Buch zu seinen Ehren geschrieben.

«Es ist eigentlich meine Lebensgeschichte. Sie soll anderen Menschen Mut machen und auch in schwierigen Zeiten Kraft geben. 1000 Meilen beginnen immer mit dem ersten Schritt», so die Buchautorin ganz philosophisch. Zu erzählen hat sie einiges, denn Böhm hat nicht nur zwei innig geliebte Menschen verloren, sondern auch schon um das eigene Leben bangen müssen. «Ich bin mit einem Herzfehler zur Welt gekommen und habe schon als Kind oft den Tod vor Augen gehabt», verrät sie. Die langen und einsamen Nächte in den Krankenhäusern seien zwar immer sehr hart gewesen, doch hätten sie sie gleichzeitig auch stärker gemacht.

Aus der Ruhe bringen liess sie sich aufgrund ihrer Kindheitserfahrungen kaum mehr. Bis sie am 29. Mai 2014 vom Tod ihres Vaters erfuhr: «Trotz meiner Vorahnung sass der Schock halt tief. Ich wurde jäh aus dem Alltag gerissen», so Böhm.

Dass sie nicht an diesem harten Schicksalsschlag zerbrochen ist, hat vor allem zwei Gründe: «Meine Familie gibt mir Kraft. Meine drei wunderbaren Töchter, mein liebevoller Partner, aber auch mein Glaube an Engel. Ohne sie hätte ich den Abschied von meinem Vater wohl nicht verkraftet.»

Robert Schneider (57), ihre neue Liebe, lernte sie vor zwei Jahren in einer Tanzschule kennen. Er macht das Familienglück wieder perfekt. Mit ihm schmiedet Böhm Zukunftspläne. «Robert besitzt auf den Malediven eine Tauchschule. Wer weiss, vielleicht zieht es mich bald dorthin!» Kristina Böhm ist bereit, ins nächste, grosse Abenteuer einzutauchen.

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