Darum gehts
- Lionel Dellberg und Fabian Niemeyer: Erfolgreicher Magier und talentierter Zauberlehrling
- Einzigartige Beziehung: Mentorschaft, Freundschaft und Partnerschaft in der Zauberwelt
- Dellberg hat über 100 Auftritte pro Jahr und gewann renommierte US-Show
Lionel Dellberg (42) ist einer der erfolgreichsten Magier der Schweiz. Nachdem der Walliser im Jahr 2021 als erster Schweizer bei der renommierten US-Magie-Show «Fool Us» gewann, durfte er vergangenen Herbst die begehrte Trophäe in Las Vegas abholen. Aktuell tourt Dellberg mit seinem Zauberprogramm «Mensch magisch» durch die Schweiz – mit dabei auch sein Zauberlehrling und Publikumsliebling Fabian Niemeyer (16). «Unsere Beziehung ist eine Mischung aus Mentorschaft, Freundschaft und Partnerschaft und ziemlich einzigartig in der Zauberwelt», sagt Dellberg zu Blick.
Der preisgekrönte Magier ist mit über hundert Auftritten pro Jahr gut beschäftigt und hatte nicht die Absicht, einen Zauberlehrling aufzunehmen. Doch als sein Freund und Kollege Lars Herren, ein Grundschullehrer und Hobby-Zauberer, ihm während der Corona-Pandemie von seinem Schüler Fabian erzählte, änderte sich alles. «Lars versicherte mir, Fabian habe Biss und Talent», sagt Dellberg. «Also gab ich dem Jungen eine Chance. Als ich sah, wie schnell er Fortschritte macht, wie sehr er Gas gibt, da wusste ich, das passt gut mit uns.»
Schon als Fünfjähriger gezaubert
Genau wie Lionel Dellberg zaubert auch Fabian Niemeyer seit seiner Kindheit: «Ich kam das erste Mal als Fünfjähriger mit Magie in Berührung», sagt Niemeyer. «Meine Grossmutter war Kindergärtnerin. Eines Tages hatte sie eine Zauberin für einen Workshop eingeladen. Ich durfte mitmachen und war sofort verzaubert – wortwörtlich.»
Die Zusammenarbeit zwischen dem Zauberlehrling und seinem Meister beginnt 2021. Sie treffen sich regelmässig zu Videocalls, tauschen sich aus, üben Karten- und andere Zaubertricks. «Ich war damals zwölf Jahre alt», erinnert sich Niemeyer. «Trotz meines noch jungen Alters nahm mich Lionel sofort ernst und vertraute mir, was ich sehr schön fand.» Dellberg nickt. «Ich habe bei Fabian von Anfang an gespürt, es geht ihm nicht bloss darum, schnell, schnell die Geheimnisse und Auflösungen hinter den grossen aufwendigen Tricks zu lernen. Er ist wirklich am Handwerk interessiert.» Der Magier sieht in seinem Schützling einen würdigen Nachfolger und Partner. «Ich möchte Fabian mein ganzes Wissen weitergeben, damit es einerseits nicht verloren geht und er andererseits auch die Möglichkeit hat, seine eigene Persönlichkeit auf der Bühne zu entwickeln.»
«Sind hier nicht in Hogwarts»
Fabian Niemeyer, der neben seiner Ausbildung am Gymnasium in Biel BE auch fleissig an seinen eigenen Tricks arbeitet, träumt davon, eines Tages selbst ein professioneller und erfolgreicher Magier zu sein. «Auch wenn ich aktuell das Gymi mache, ist für mich klar: Ich will Zauberer werden, und Lionel ist mein grosses Vorbild», sagt Niemeyer. «Ich lerne jeden Tag von ihm.»
Trotz des Zauberns und der Lehrer-Schüler-Dynamik habe ihre Beziehung nichts mit Harry Potter und Dumbledore zu tun, betonen die beiden: «Wir sind hier nicht in Hogwarts», sagt Dellberg und lacht. «Ich habe als Selbständiger und Familienvater schlicht zu wenig Zeit für einen Lehrplan und mehrere Schüler.» Fabian sei denn auch viel mehr als reiner Schüler. «Er ist zu einem wichtigen Teil des Teams geworden. Er assistiert nicht nur bei meinen Shows, sondern ist auch in einige meiner Tricks involviert», sagt Dellberg. «Fabian ist ein talentierter Zauberer und ein zuverlässiger Partner, auf den ich mich verlassen kann.»
Dellberg vertraut Schützling Zauber-Geheimnis an
Ein besonderer Vertrauensbeweis zwischen dem Magier-Duo ist, dass Lionel Dellberg seinen 16-jährigen Zauberlehrling in seinen bisher berühmtesten und preisgekrönten Zaubertrick eingeweiht hat: den Trick mit der Milchtüte. «Nicht einmal meine Frau kennt diesen Trick», sagt Dellberg und lacht. «Ich fühle mich sehr geehrt, dass Lionel mir diesen Trick anvertraut hat», erklärt Fabian Niemeyer abschliessend. «Denn ich weiss, wie viel Zeit und Mühe er investiert hat. Mein Ziel ist es, irgendwann genauso einen unglaublichen und faszinierenden Trick zu entwickeln.»