Er scheint es geahnt zu haben: Bei der Verleihung des Schweizer Filmpreises Quartz glänzte Bruno Ganz (74) gestern mit Abwesenheit – es gab für den Weltstar auch nichts zu holen! Statt den «Heidi»-Star für seinen Alpöhi auszuzeichnen, ehrte die Filmakademie Patrick Lapp (71) als besten Hauptdarsteller.
Trotz Dresscode zeigte sich die Branche völlig unglamourös
Schwach: Trotz Dresscode zeigte sich die Branche völlig unglamourös. Einzig Xavier Koller (71) kam im Smoking – obwohl er für seinen «Schellen-Ursli» nicht einmal nominiert war. «Wenn es für mich schon nichts gibt, will ich wenigstens gut aussehen», scherzte der Oscar-Gewinner. Angewiesen auf die Ehrung ist er nicht – sein «Schellen-Ursli» hat in der Schweiz schon eine halbe Million Zuschauer begeistert.
Auch die Kinder von Bundesrat Alain Berset (43), der mit Gattin Muriel (42) zur Feier im Zürcher Schiffbau erschien, lieben den Heimatfilm – genau wie «Heidi», den anderen Kassenschlager. Dieser ging gestern in den Hauptkategorien ebenfalls leer aus. Als wollten die Kulturschaffenden die beiden erfolgreichsten Schweizer Filme der letzten Jahre absichtlich mit Ignoranz strafen.
Bester Film: «Köpek» von Esen Isik
Bester Darsteller: Patrick Lapp, «La Vanité»
Beste Darstellerin: Beren Tuna, «Köpek»
Bestes Drehbuch: Micha Lewinsky, «Nichts passiert»
Bester Film: «Köpek» von Esen Isik
Bester Darsteller: Patrick Lapp, «La Vanité»
Beste Darstellerin: Beren Tuna, «Köpek»
Bestes Drehbuch: Micha Lewinsky, «Nichts passiert»