In Deutschland ist der Schweizer Dok-Film tabu
Facebook zensuriert «#Female Pleasure»

Der Schweizer Dokfilm «#Female Pleasure» darf in Deutschland nicht auf Facebook beworben werden. Der Grund ist absurd.
Publiziert: 03.11.2018 um 00:42 Uhr
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Aktualisiert: 06.11.2018 um 00:06 Uhr
Trailer zu #Female Pleasure
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Weibliche Sexualität heute:Trailer zu #Female Pleasure
Katja Richard

Es ist ein Film, der Unterdrückung über die Sexualität thematisiert: «#Female Pleasure» ist ein Schweizer Dokumentarfilm von Regisseurin Barbara Miller (48), der im November in den Schweizer und deutschen Kinos anläuft. Während hierzulande für den Film auf Facebook geworben wird, ist das in Deutschland nicht möglich. «Wir können zwar Inhalte auf Facebook hochschalten, jegliche Werbung für diese ist aber gesperrt», erklärt Marvin Slotta (30) von X Verleih Berlin, der den Film in Deutschland vertreibt.

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Schweizer Dokfilm «#Female Pleasure»: Die Co-Produzentinnen Ellen Ringier (l.) und Melanie Winiger mit Regisseurin Barbara Miller (M.).
Foto: MASSIMO PEDRAZZINI

In der Schweiz zensiert Facebook den Film nicht 

Als Begründung weist Facebook in einer automatischen Antwort auf die Werberichtlinien hin. «Vermutlich weil es um Sexualität geht. Dass diese jedoch in einem kritischen Kontext gezeigt wird und es um Aufklärung geht, spielt für den Social-Media-Giganten offensichtlich keine Rolle», so Slotta. Am Filmtitel könne es nicht liegen, die FB-Seite heisst «A Global Issue». Absurd: In der Schweiz zensiert Facebook den genau gleichen Film nicht. 

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