Nach Auftritt bei «Sesamstrasse» – NDR muss einschreiten
Riccardo Simonetti wird mit Hasskommentaren attackiert

Dass Riccardo Simonetti einer der Stargäste in den neuen «Sesamstrasse»-Folgen sein wird, sorgte für unzählige homophobe Kommentare. Nun sah man sich zu einem drastischen Schritt genötigt.
Publiziert: 01.04.2025 um 14:44 Uhr
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Aktualisiert: 01.04.2025 um 19:52 Uhr
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Riccardo Simonetti wird in der kommenden Staffel der Kindersendung «Die Sesamstrasse» zu sehen sein.
Foto: NDR/Sesame Workshop/J. Friesicke
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Riccardo Simonetti wird in der kommenden Staffel der Kindersendung «Die Sesamstrasse» zu sehen sein.
Foto: NDR/Sesame Workshop/J. Friesicke

Darum gehts

  • Riccardo Simonetti tritt in der «Sesamstrasse» auf
  • Homophobe Kommentare führten zur Sperrung des Facebook-Kommentarbereichs
  • Sesamstrasse steht seit über 50 Jahren für Toleranz und Respekt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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SpotOnDie People-Agentur

Der Moderator und Autor Riccardo Simonetti (32) wird in der anstehenden Staffel der Kindersendung «Sesamstrasse» zu Besuch sein. Ein Gastauftritt, der unter dem Motto «Self Empowerment», also Selbstermächtigung steht und vor wenigen Tagen über die offiziellen Social-Media-Accounts der Sendung angekündigt wurde. Bei Facebook musste der Kommentarbereich jedoch inzwischen aufgrund unzähliger homophober Kommentare und wüsten Anfeindungen gesperrt werden.

Zur Begründung dieses Schritts heisst es vonseiten der Administratoren: «Meinungen dürfen hier frei geäussert werden. Jedoch haben wir diese Kommentarspalte geschlossen, da homophobe und beleidigende Äusserungen gegen Riccardo Simonetti zugenommen haben.» Derartige Hasskommentare stünden demnach im direkten Widerspruch mit der Show, die «seit mehr als 50 Jahren für Toleranz und Respekt» eintritt.

«Mental-Health-Herausforderung»

Auch Simonetti äusserte sich bereits zu der Hetze gegen seine Person. In seiner Instagram-Story kritisiert er: «Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn Deutschland vielleicht erstmal abwartet, bis die Folge erscheint, bevor sie einen Skandal daraus machen.» Für seine Psyche seien die schwulenfeindlichen Äusserungen eine «echte Mental-Health-Herausforderung» gewesen.

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Doch gab es seither auch eine Welle an positiven Nachrichten für Simonetti. Etwa bei Instagram, wo der Kommentarbereich noch aktiv ist, heisst es in einem der Top-Kommentare: «Wir brauchen viel mehr selbstbewusste und bei sich angekommene Menschen, mehr Akzeptanz und Liebe!» Die Anfeindungen gegen den Star würden zudem erst recht beweisen, wie notwendig sein Auftritt in der «Sesamstrasse» auch im Jahr 2025 noch sei.

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