Aus dem Spiel zwischen den Juniorinnen des FC Dietikon und dem FC Langnau am Albis wurde auf einen Schlag bitterer Ernst. Nachdem das Heim-Team den Gast mit 4:2 besiegt hatte, kam es in der Primework-Arena Dornau in Dietikon ZH zum Tumult.
Zwei Spielerinnen gingen aufeinander los, stürzten, wälzten sich auf dem Boden. Auf einem im Internet kursierenden Video ist zu sehen, wie eine Fussballerin in Langnau-Leibchen mit Fäusten auf ihre Widersacherin einprügelt.
Der Trainer des FC Dietikon bestätigt den Zwischenfall gegenüber BLICK. «Das Spiel war gerade zu Ende. Die Stimmung war aufgeheizt», sagt Moris Rionero (39). Trainer und Schiedsrichter seien rasch dazwischengegangen und hätten die Prüglerinnen voneinander getrennt.
«Eltern haben Stimmung angeheizt»
«Ich habe meine Mannschaft anschliessend auf dem Spielfeld behalten. Die Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft konnten sich währenddessen duschen und umziehen. Erst danach gingen wir vom Platz. Ansonsten wäre es in der Kabine wohl erneut zu einer Eskalation gekommen.»
Verletzte habe es keine gegeben. Rionero bedauert, dass es zu diesem Zwischenfall gekommen ist. Verantwortlich dafür macht er auch die anwesenden Eltern der 12-jährigen Mädchen. «Sie haben die ohnehin gereizte Stimmung noch zusätzlich angeheizt. Das ist schade.»
FC Langnau zieht Konsequenzen
Warum genau es zur Prügelei kam, ist unklar. War die Juniorin aus Langnau frustriert über das verlorene Spiel? Laut Fredy Münger, Präsident des FC Langnau, gerieten die beiden Spielerinnen zuerst verbal aneinander. Münger war beim Spiel nicht dabei. Doch er ist sich sicher: «Der Streit hatte private Gründe.»
Für die betroffene Juniorin wird der Vorfall Konsequenzen haben. «Der Fussballklub klärt Sanktionsmöglichkeiten ab», sagt Münger. Um welche Massnahmen es dabei geht, will er öffentlich nicht diskutieren. (noo)