Seit 1998 trainierten Schweizer Kampfjetpiloten jedes Jahr ihre Nachtflüge in Norwegen. Dies, aus Rücksicht auf die eidgenössische Bevölkerung, die durch die Trainings-Flüge im Schlaf nicht gestört werden sollte. Damit ist nun Schluss, wie die «NZZ» berichtet.
Die Luftwaffe musste einen neuen Ort suchen, weil beim norwegischen Luftwaffenstützpunkt Örland grosse Bauarbeiten anstehen. Gefunden hat man einen in Schottland. Wie die Zeitung schreibt, wurde der Militärflughafen Lossiemouth als Ersatz bestimmt. Die Infrastruktur vor Ort sei geeignet, zudem gebe es bereits eine rechtliche Grundlage, die dies ermöglicht.
Rückkehr nach Norwegen nicht geplant
Am geplanten Auslandstraining sollen vom 13. November bis zum 8. Dezember rund 35 Piloten (darunter bis zu zehn F/A-18-Kampfjetpiloten) sowie 100 Angehörige des Bodenspersonal beteiligt sein. Unklar ist, ob der Standort in Schottland langfristig für Nachtflug-Trainings genutzt werden soll. Anfang Jahr wurde berichtet, dass der Standort Norwegen auch aus Kostengründen auf der Kippe war.
Man wolle dies zuerst testen, wird die Medienstelle der Armee zitiert. Man beabsichtige ein «längerfristiges Engagement», eine Rückkehr nach Norwegen sei «zumindest derzeit» nicht geplant. (pma)