Diese Regel einzuhalten, könne eine Herausforderung sein, teilte die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) am Donnerstag mit. Denn die Betrügerinnen und Betrüger manipulierten gezielt Emotionen wie Liebe, Mitgefühl und Loyalität. Doch wer kein Geld bezahle, werde schneller in Ruhe gelassen. Die Beziehung breche so ab, bevor sie einen wichtigen Platz im Leben der Betroffenen einnehme und viel Leid verursache.
Diese sogenannten Romance Scams begännen oft mit einer Online-Kontaktanfrage. Die Täterschaft schaffe zuerst eine emotionale Abhängigkeit und nutze dann die Hilfsbereitschaft der Opfer aus. Viele Betroffene hielten an ihrer Hoffnung der grossen Liebe fest und wollten den Betrug lange nicht wahrhaben. Und wenn dieser dann offensichtlich sei, schämten sie sich und zeigten die Täter nicht an.
Nach Angaben des Instituts zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität in Neuenburg arbeiten die Betrügerinnen und Betrüger international, mit klaren Vorgaben und teilweise sogar festen Arbeitszeiten. Mithilfe von künstlicher Intelligenz schafften sie es, auch Sprachbarrieren zu überwinden und glaubwürdig zu wirken.
Jeder könne auf so eine Masche hereinfallen, hiess es weiter. Mit Videos, Social Media-Posts und einer Webseite wollen die SKP und die Polizeikorps deshalb die Vorgehensweisen der Täterschaft erklären und auch die Auswirkungen auf die Betroffenen aufzeigen. Die Kampagne läuft bis im Mai.