Es ist der neuste Coup des Europa-Parks: Eine Seilbahn zwischen Deutschland und Frankreich. Am Montag stellte Europa-Park-Geschäftsführer Michael Mack das Millionenprojekt vor (BLICK berichtete).
Die Mission Gondel steht zwar noch ganz am Anfang. Aber jetzt ist schon klar: Es wird nicht ganz einfach. Die Bahn muss durch zwei Naturschutzgebiete. Einmal auf der deutschen, das andere Mal auf der französischen Seite. Konkret: das Taubergiessen und die Rhinau-Insel.
Das heisst: Die Seilbahn einfach bauen können die Verantwortlichen nicht. Naturschutzverbände und die Europäische Kommission haben ein Wörtchen mitzureden. Im Naturschutzgebiet Taubergiessen gibt es seltene Brutvögel wie den schillernden Eisvogel oder der Haubentaucher. Aber auch Wildgänse und Kormorane sind im Gebiet in einer geschützten Umgebung.
Landrat Frank Scherer sprach von «hohen Hürden». Er gab sich aber optimistisch: Der erste grobe Check habe «keine unüberwindbaren Hindernisse» zutage gebracht.
Arbeitsplätze schaffen
Europa-Park-Geschäftsführer Michael Mack ist aber optimistisch: «Die Seilbahn ist ein grosser Traum. Jetzt wollen wir mit den Verbänden reden, ob wir ihn verwirklichen dürfen», sagt er zur «Badischen Zeitung».
Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron glaubt an das Projekt. Er schrieb auf Twitter: «Es ist die Einweihung eines echten deutsch-französischen Projekts, das Tausende von Arbeitsplätzen schafft!»
Ernennung zum Konsul
Jährlich besuchen Millionen Besucher den Park. Auch aus Frankreich. Die Seilbahn würde nicht nur ein Symbol der Völkerverständigung sein, sondern auch die angespannte Verkehrslage rund um den Park entspannen.
Die Seilbahn-Ankündigung hat sich zumindest jetzt schon mal für Mack gelohnt. Er wurde zum Honorarkonsul Frankreichs für die Region Freiburg ernannt. (jmh)