HbbTV
So funktioniert der Superteletext

«HbbTV» verbindet Fernsehen und Internet – nur SRF lässt einen noch im Stich. Wir liefern sieben Antworten zur TV-Zukunft.
Publiziert: 07.05.2013 um 15:23 Uhr
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Aktualisiert: 30.09.2018 um 21:42 Uhr
Fernsehen auf Abruf: ARD-«Tagesschau»-Sprecherin Judith Rakers.
Von Thomas Benkö

1. Was bedeutet die Abkürzung «HbbTV»?
Hybrid Broadcast Broadband TV. Es löst den 1984 eingeführten Teletext ab.

2. Brauche ich einen neuen Fernseher?
Ja. Die meisten Flach-TVs sind seit längerem damit ausgerüstet. Eine Stichprobe bei Digitec zeigt: von 176 TV-Modellen haben deren 105 «HbbTV».

3. Was ist der genaue ­Zusatznutzen?
Statt pixeliger Teletext-Seiten gibts scharfe Informa­tionen, dazu Fotos und Grafiken. Je nach Sender kann man umfangreiches Video-Material vergangener Sendungen herunterladen. Da-zu den roten Knopf auf der Fernbedienung drücken.

4. Ist die Installation kompliziert?
Eigentlich nicht.  Es braucht keine Zusatzgeräte wie ­Set-Top-Boxen. Allerdings steckt der Teufel im Detail. So findet man etwa bei Samsung keinen MenüPunkt namens «HbbTV» – man muss «Datendienste aktivieren» wählen.

5. Läuft «HbbTV» bei allen Schweizer TV-Anbietern?
Nein! Das Signal gibts nur via Satellit oder Cablecom – aber nicht via Swisscom TV. «Derzeit ist unsere Plattform nicht ‹HbbTV›-tauglich», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze. Man arbeite dran.

6. Benötigt mein Fernseher eine Internetverbindung?
«Nein, das ‹HbbTV›-Signal kommt über unser Netz», sagt Cablecom-Sprecher Roland Bischofberger. Nur für einige Zusatzfunktionen ist ein Internet-Anschluss nötig.

7. Haben alle TV-Sender ein «HbbTV»-Angebot?
Nein, erst ein paar Sender unterstützen das Format (siehe Box). In der Westschweiz läuft ein Testbetrieb auf RTS HD. Unser SRF zieht laut der SRG «voraussichtlich noch Ende 2013» nach.

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