«Einen Mann, der seine Liebsten nicht verteidigen kann, nehme ich nicht ernst»
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Ex-Mister-Schweiz Abdel-Latif:«Die Rechnung zu teilen, finde ich peinlich»

Die Leserinnen über Ex-Mister-Schweiz
«Ich hatte das Glück eines Dates mit Adel»

Ex-Mister-Schweiz Abdel Latif sorgt bei G&G für Aufsehen – mit seinen kontroversen Aussagen zu traditionellen Geschlechterrollen. Während er sich klar für ein altmodisches Männer- und Frauenbild ausspricht, spalten seine Worte die Meinungen der Leserinnen.
Publiziert: 01.04.2025 um 16:02 Uhr
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Aktualisiert: 01.04.2025 um 22:38 Uhr
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Am Montag waren die beiden Ex-Mister-Schweiz Adel Abdel-Latif und Renzo Blumenthal zu Gast bei «Gesichter und Geschichten» (G&G).
Foto: SRF / Gesichter & Geschichten

Darum gehts

  • Ex-Mister-Schweiz Adel Abdel-Latif sorgt mit traditionellen Ansichten für Aufsehen
  • Er betont Männerrolle als Beschützer und finanzieller Versorger
  • Gemischte Reaktionen: Einige schätzen seine Haltung, andere kritisieren sie stark
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Sarah RiberzaniCommunity Editor

In der aktuellen Ausgabe der SRF-Sendung «Gesichter & Geschichten» sorgt der Ex-Mister-Schweiz Adel Abdel-Latif (53) für Aufsehen. Er selbst bezeichnet seine Ansichten als «altmodisch» und betont, dass ein Mann vor allem die Verantwortung trägt, seine Familie zu beschützen und finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Männer, die diese Pflichten nicht erfüllen können, hält er für «nicht ernst zu nehmen».

In Bezug auf Dates zeigt Abdel-Latif ebenfalls klare Vorstellungen: «Ich frage eine Frau nicht ‹Wo gehen wir hin?›. Ich bestimme das. Ich sage: ‹Hey, schau du einfach, dass du heute gut aussiehst. Mach dich hübsch, ich übernehme den Rest.›» Die Diskussion darüber, wer die Rechnung zahlt, empfindet er als «peinlich» – für ihn sei es selbstverständlich, dass der Mann bezahlt. Seiner Erfahrung nach würden viele Frauen genau diese Werte schätzen.

«Ich würde sehr gern verwöhnt werden»

Die Aussagen des Ex-Mister-Schweiz stossen in der Blick-Community auf gemischte Reaktionen. Während einige seine traditionellen Ansichten kritisch sehen, gibt es auch viele Leserinnen, die sie teilen. So schreibt Leserin Maria Müller: «Ich würde sehr gern mal wieder von einem Mann nett behandelt und verwöhnt werden. Solange er es mit Anstand und Respekt tut, ist das ja ok.» Allerdings mahnt sie: «Wenn es dann aber nur noch nach seiner Pfeife geht und das noch fordernd und forsch nach dem Motto: Du als Frau hast nichts zu sagen, ist es nicht gut.»

Auch Leserin Leandra Gasser unterstützt seine Ansicht. «Er ist ein charmanter, sehr interessanter, intelligenter und beruflich äusserst erfolgreicher Mann, der sich noch getraut, die Männerrolle zu übernehmen. Ich mag ihn», lobt sie.

Laetitia Szlijan kann nur zustimmen: «Frauen gesellen sich in der Öffentlichkeit oft in die Feministinnenrolle, weil sie das Gefühl haben, dass die Frau das in der Öffentlichkeit muss. Aber eigentlich schätzen es viele, wenn ein Mann die Initiative übernimmt. Ich zähle mich auch dazu.» Die Userin berichtet sogar von einem persönlichen Erlebnis mit Abdel-Latif: «Ich hatte das Glück eines Dates mit Adel. Es war alles wunderbar.»

«Würde weit wegrennen!»

Neben dem Zuspruch erntet der Ex-Mister-Schweiz aber auch ordentlich Kritik. Leserin Stefanie Eschmann macht ihre Haltung deutlich: «Würde weit wegrennen! Soll er mal Sorgearbeit in der Familie mit Kindern leisten und schauen, ob er das auf die Reihe kriegt. Erst dann ist ein Mann ein Mann. Nicht weil er Geld hat und bestimmt. Ich sage selber auch mal gerne, wohin wir gehen und lade auch mal gerne ein!» 

Auch Leserin Daniela Kissling sieht das anders: «Soll er machen wie er will. Ich bin allerdings kein Freund von ‹Ausführen lassen›, sondern von ‹gemeinsam etwas unternehmen›. Der Vorteil, wenn man zu seinen Ansichten steht: So kann jeder und jede selbst entscheiden, was man will, denn die Sachlage ist klar. Ist nicht meine Vorstellung von Partnerschaft, aber offenbar weiss Frau bei ihm wenigstens, woran sie ist.»

Und Leserin Jrene Schmid sieht die Thematik eher differenziert. «Es gibt ja nicht nur schwarz oder weiss. Ich möchte keinen Mann, der alles bestimmen will, aber auch keinen, der mich immer bestimmen lässt», kommentiert sie.

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