Wirbel um Gesetzentwurf in Arkansas
Republikaner wollen Mädchen Bubenfrisur verbieten

Republikaner haben im US-Bundesstaat Arkansas einen neuen Gesetzentwurf eingebracht, der das Tragen «geschlechtsnonkonformer» Frisuren verbieten will.
Publiziert: 24.03.2025 um 17:31 Uhr
|
Aktualisiert: 24.03.2025 um 17:46 Uhr
1/2
Republikaner in Arkansas wollen Mädchen das Tragen von Jungenfrisuren per Gesetz verbieten. Sie haben einen entsprechenden Gesetzentwurf eingereicht.
Foto: IMAGO/Panthermedia
Angela_Rosser_Journalistin NewsDesk_Ringier AG_2-Bearbeitet.jpg
Angela RosserJournalistin News

Wenn Friseurinnen und Friseure Kindern eine «geschlechtsnonkonforme» Frisur schneiden, sollen sie künftig verklagt werden können. Das bedeutet also, wenn ein minderjähriges Mädchen mit einer für einen Buben typische Frisur nach Hause kommt, können die Eltern klagen, schreibt «Bild».

Einen solchen Gesetzesentwurf haben Republikaner im US-Bundesstaat Arkansas eingebracht. Dieses «Gesetz zum Schutz der verletzlichen Jugend» soll aber noch viel weiter gehen.

Um «Transitionen» bei Minderjährigen zu unterbinden, würden sich gemäss dem Entwurf alle Personen strafbar machen, die die «soziale Veränderung eines Minderjährigen verursachen oder dazu beitragen».

Initiantin spricht von «geschlechtsverwirrten» Jugendlichen

Eine Lehrperson, die also eine trans Schülerin mit dem Jungen-Namen anspricht, wäre genauso angreifbar wie jemand, der einem 16-jährigen männlichen Teenager BHs verkauft. Kurz: Wer eine von den Minderjährigen gewählte Annahme einer Geschlechtsidentität, die vom biologischen Geschlecht abweicht, unterstützt, kann strafrechtlich verfolgt werden.

Mary Bentley (63) ist Initiantin und erklärt, dass niemand Kindern einreden dürfe, sie seien «im falschen Körper» geboren. Jugendlichen, die «geschlechtsverwirrt», seien, könne mit einer Therapie geholfen werden. Die erste und einzige trans Person im öffentlichen Amt in Arkansas, Evelyn Rios Stafford, sieht das problematisch. «Es vermittelt trans Kindern, dass sie keine verfassungsmässig garantierten Rechte haben, um über ihren eigenen Körper zu bestimmen», sagt sie.

Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?