«Vanuatu first!»
Inselstaat will Import-Junkfood verbieten

Eine Provinz des südpazifischen Inselstaates Vanuatu sagt importiertem Junkfood den Kampf an. Die Inselbewohner sollen nur noch lokale und biologische Nahrungsmittel essen.
Publiziert: 08.02.2017 um 13:40 Uhr
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Aktualisiert: 12.10.2018 um 15:37 Uhr
Der paradiesische Inselstaat Vanuatu importiert viel ungesundes Essen – ein Lokalpolitiker will das nun ändern.
Foto: Getty Images

Der Inselstaat Vanuatu liegt mitten im südpazifischen Ozean vor Australien. Trotz reichlich vorhandener Ressourcen konsumiert die Bevölkerung hauptsächlich importierte Fertigprodukte aus dem Westen. Die Konsequenzen: Viele Inselbewohner sind zu dick und leben ungesund.

Die Provinz Torba hebt sich jedoch teilweise davon ab: «Wir sind Vanuatus isolierteste Provinz und konnten deshalb bisher relativ gesund leben – doch wir wollen es auch bleiben», sagte der Lokalpolitiker Father Luc Dini der britischen Zeitung «Guardian». 

«Mit der Natur leben»

Deshalb hat er als Vorsitzender des lokalen Tourismusrats Anfang Februar alle touristischen Institutionen in Torba angewiesen, nur noch einheimische Produkte zu servieren. Torba soll bis 2020 Vanuatus erste biologische Provinz werden. Doch das grosse Ziel ist es, auf den Import von ausländischen Nahrungsmitteln ganz zu verzichten.

Von der Zentralregierung in der Hauptstadt Port Vila hat Dini reichlich Rückenwind: Sie will beobachten, wie sich der Plan entwickelt und ob er toleriert wird. Dini ist sich sicher: «Wenn du wirklich im Paradies leben willst, solltest du mit dem klarkommen, was du hast, und mit der Natur leben!» (vac)

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