Darum gehts
- Donald Trump teilt Video von mutmasslichem US-Luftangriff auf Huthi
- Aufnahmen zeigen, wie eine Bombe eine Gruppe von Menschen trifft
- Grosser Krater sichtbar, Anzahl der Todesopfer nicht bekannt
US-Präsident Donald Trump (78) hat am Freitag ein Video eines mutmasslichen Luftangriffs des US-Militärs gegen Huthi-Kämpfer im Jemen geteilt. Das in den sozialen Medien veröffentlichte Filmmaterial scheint von einer Drohne aufgenommen worden zu sein und zeigt etwa 70 Menschen, die in einem Oval stehen. Eine Person befindet sich in der Mitte der Formation.
Plötzlich gibt es eine massive Explosion. Ein Feuerball und eine dunkle Rauchwolke steigen in den Himmel. In der Aufnahme sind auch mehrere Fahrzeuge in der Nähe des Versammlungsortes zu sehen. Nach der Explosion ist ein riesiger Krater zu erkennen.
Eckdaten unklar
«Diese Huthi versammelten sich, um Anweisungen für einen Angriff zu erhalten», schreibt Trump zum Video. «Oops, es wird keinen Angriff dieser Huthi geben! Sie werden unsere Schiffe nie wieder versenken!» Wie viele Menschen bei dem Angriff getötet wurden, ist nicht bekannt. Ebenso unklar ist, wo und wann das Video aufgenommen wurde.
Die Huthi greifen auf der Handelsroute entlang des Suezkanals immer wieder israelische und amerikanische Schiffe an – als Reaktion auf die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen. Am Montag erklärte Trump, die USA würden die Huthi angreifen, bis sie aufhörten, Schiffe im Roten Meer zu beschiessen.
«Die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen wurden durch die unerbittlichen Angriffe der letzten zwei Wochen dezimiert. Viele ihrer Kämpfer und Anführer sind nicht mehr unter uns», schrieb der US-Präsident. «Wir greifen sie Tag und Nacht an – immer härter. Ihre Fähigkeiten, die Schifffahrt und die Region zu bedrohen, werden schnell zerstört.»
«Der wahre Schmerz steht noch bevor»
Trump stellte die Huthi vor die Wahl: «Hören Sie auf, auf US-Schiffe zu schiessen, und wir werden aufhören, auf Sie zu schiessen. Ansonsten haben wir gerade erst begonnen, und der wahre Schmerz steht noch bevor, sowohl für die Huthi als auch für ihre Sponsoren im Iran.»
Nach Angaben der Huthi wurden seit dem 15. März fast 60 Menschen bei US-Luftangriffen getötet. Trump hatte die Miliz im Januar als Terrororganisation eingestuft. Die britische Zeitung «Telegraph» berichtet in Berufung auf einen ranghohen iranischen Beamten, der Iran habe sein Militärpersonal wegen der verstärkten US-Luftangriffe auf die mit Teheran verbündeten Huthi angewiesen, den Jemen zu verlassen.