Auf einen Blick
- Schuldirektorin und Lehrerin veranstalteten Party mit Alkohol für 100 Jugendliche
- Direktorin schaltete Lichter aus und flüchtete bei Ankunft der Rettungskräfte
- Beide Lehrkräfte wurden angeklagt und gegen Kaution freigelassen
Der Alkohol floss in Strömen: Die Schuldirektorin Elizabeth Hill-Brodigan (47) veranstaltete in ihrem Haus ein rauschendes Fest mit 100 Jugendlichen. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie dabei von ihrer Lehrerkollegin Karly Anderson (45). Am 19. Januar 2025 wurden die beiden von der Polizei in Cocoa Beach in Florida festgenommen, wie US-Medien berichteten.
Die Teenager hatten im Haus der Schuldirektorin demnach freien Zugang zu alkoholischen Getränken – und machten reichlich Gebrauch davon. So wurde ein Jugendlicher in der Nähe der Veranstaltung wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. Ein weiterer erlitt aufgrund des Alkoholkonsums einen medizinischen Notfall.
Schuldirektorin flüchtete
Besonders alarmierend ist das Verhalten der Schulleiterin, als Rettungskräfte auf dem Gelände eintrafen. Laut Polizeiangaben schaltete Hill-Brodigan alle Aussenlichter aus und flüchtete ins Haus. Die Ersthelfer mussten demnach die Beleuchtung ihrer Fahrzeuge einschalten, um den Jugendlichen zu helfen.
Die Schulbehörde reagierte umgehend und stellte vorerst beide Lehrkräfte vom Dienst frei. In einer Stellungnahme betonte der Schulbezirk: «Wir sind äusserst beunruhigt über diese Anschuldigungen und kooperieren voll und ganz mit dem Cocoa Beach Police Department. Unser Engagement für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler bleibt unsere oberste Priorität.»
Sie war «Lehrerin des Jahres»
Hill-Brodigan und Anderson sind wegen Vernachlässigung von Kindern und Beihilfe zur Straffälligkeit Minderjähriger angeklagt. Die Schuldirektorin muss sich ausserdem wegen Verstosses gegen Alkoholgesetze für Partys mit offenem Ausgang verantworten. Beide sind nach Hinterlegung einer Kaution vorerst wieder auf freiem Fuss.
Erst im Mai letzten Jahres übernahm Hill-Brodigan die Leitung der Roosevelt Elementary School, nachdem sie 23 Jahre als Lehrerin und stellvertretende Schuldirektorin tätig war. Die ehemalige «Lehrerin des Jahres» schrieb in einer früheren Botschaft an Schülerinnen und Eltern: «Schüler, Familien und Mitarbeiterinnen liegen mir sehr am Herzen, ich geniesse wirklich, was ich tue.» Diese Worte stehen nun in krassem Gegensatz zur rauschenden Partynacht.