18-Jährige wirft Neugeborenes aus Hotelfenster – tot
Mia M.* wusste angeblich nichts von ihrer Schwangerschaft

Eine 18-jährige amerikanische Studentin soll ihr Neugeborenes aus einem Hotelfenster geworfen haben. Das Baby verstarb trotz sofortiger medizinischer Hilfe. Nun ist sie wegen Kindstötung angezeigt. Allerdings vermuten die Ermittler ein seltenes Phänomen hinter der Tat.
Publiziert: 27.02.2025 um 11:44 Uhr
|
Aktualisiert: 27.02.2025 um 21:54 Uhr
1/2
Ohne ärztliche Hilfe brachte sie ihr Kind zu Welt. Was danach passierte, schockierte Paris.
Foto: Facebook

Darum gehts

  • Amerikanerin wirft Neugeborenes aus Hotelfenster in Paris, Baby stirbt
  • Identität ist nun bekannt, Mutter gehörte zu Gruppe junger Erwachsener auf Europareise
  • Sie wurde wegen «Kindstötung» angezeigt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Ein schockierender Vorfall erschütterte am Montagmorgen Paris. Wie «Le Parisien» berichtet, soll eine junge Amerikanerin ihr Neugeborenes aus dem Fenster eines Hotels im 20. Arrondissement geworfen haben. Der Säugling wurde Opfer seiner Verletzungen und konnte nicht gerettet werden. Nun wurde die Austauschschülerin offiziell wegen Kindstötung angezeigt, berichtet die «Daily Mail». 

Die Tat ereignete sich gegen 6 Uhr morgens. Offenbar hatte sie zuvor das Baby im Hotelzimmer zur Welt gebracht. Ohne Hilfe bekam sie ihr Kind und wickelte es anschliessend in ein Tuch. Doch anstatt ärztliche Hilfe aufzusuchen, warf die neue Mutter das Baby mit Nabelschnur aus dem zweiten Stock des Ibis Style Hotels in der Rue des Réglises. Zeugen alarmierten sofort die Rettungskräfte. Doch jede Hilfe kam zu spät. Die Staatsanwaltschaft begann sofort zu ermitteln. 

Identität geklärt

Die Mutter Mia M.* (18) gehörte zu einer Gruppe junger Erwachsener auf Europa-Reise. Die Austauschschülerin stammt ursprünglich aus Bend, welches sich im US-Bundesstaat Oregon befindet. Ihre Familie wurde bereits kontaktiert. Die «Daily Mail» zitiert Grossvater Ralph M.* (78): «Ich habe nichts zu sagen, weil ich nichts weiss.»

Mia M. wurde ebenfalls ins Spital gebracht, um sie ärztlich zu versorgen. Dort kam sie auch in Polizeigewahrsam. Der Verdacht einer «verdrängten Schwangerschaft» erhärtet sich bei den Ermittlern immer mehr – doch wie kommt es zu diesem Phänomen?

Wie der Begriff schon zeigt, verdrängt eine Frau ihre Schwangerschaft. Sie erklärt ihre Symptome rational. Dabei sucht die baldige Mutter andere Erklärungen für die typischen Schwangerschaftsanzeichen. So wird die Gewichtszunahme vielleicht auf ein anderes Essverhalten zurückgeführt oder Kindesbewegungen mit Blähungen verwechselt. Die Verdrängung hat dann den Effekt, sich vermeintlich vor etwas zu schützen. Zum Beispiel fürchten sich viele der Patientinnen vor einer Abtreibung oder haben Angst von der Reaktion ihres Umfeldes. 

* Namen bekannt

Fehler gefunden? Jetzt melden