Queensland unter Wasser
Heftige Fluten verwüsten riesige Gebiete in Australien

Queensland erlebt verheerendes Hochwasser: Riesige Gebiete sind überflutet, es drohen massive Verluste in der Landwirtschaft. Besonders betroffen ist der Ort Thargomindah, wo Hunderte Anwohner evakuiert wurden. Die Behörden warnen vor weiteren Regenfällen.
Publiziert: 01.04.2025 um 17:05 Uhr
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Aktualisiert: 02.04.2025 um 08:32 Uhr
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Queensland erlebt aussergewöhnliche Fluten.
Foto: AFP
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Queensland erlebt aussergewöhnliche Fluten.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Schwere Überschwemmungen in Queensland, Australien: Riesiges Gebiet unter Wasser
  • Schlimmste Flut seit 50 Jahren, Ausmass der Verwüstung laut Premierminister «unfassbar»
  • Betroffene Region etwa 450'000 Quadratkilometer gross, 100'000 Nutztiere umgekommen
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SDASchweizerische Depeschenagentur

Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren steht im australischen Bundesstaat Queensland ein riesiges Gebiet im Outback unter Wasser. Die Regionalregierung teilte mit, die betroffene Region sei mittlerweile zweimal so gross wie der australische Bundesstaat Victoria – das sind rund 450'000 Quadratkilometer und entspricht in etwa der Grösse Schwedens.

Nach Angaben von Queenslands Landwirtschaftsminister Tony Perrett kamen in den Fluten mindestens 100'000 Nutztiere ums Leben oder wurden von den Fluten mitgerissen. Für Farmer und die Agrarindustrie sei dies ein enormer Verlust: «Die Zahlen werden voraussichtlich noch weiter steigen. Das ist in vielen Fällen ihre Lebensgrundlage, die ihnen vor der Nase weggespült wurde», sagte der Minister.

Wassermassen könnten noch steigen

Vorausgegangen waren extrem heftige Regenfälle. Viele Flüsse traten über die Ufer. Das Hochwasser sei schlimmer als eine verheerende Flut im Jahr 1974, berichteten örtliche Medien. Besonders schlimm betroffen war der Ort Thargomindah, etwa 1100 Kilometer westlich von Brisbane.

Zahlreiche Häuser und die Strassen stehen völlig unter Wasser. Mehr als 200 Anwohner hätten sich in der Nacht am örtlichen Flughafen in Sicherheit gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur AAP. Viele Betroffene hätten in ihren Autos oder in Campervans geschlafen.

«Das Ausmass der Verwüstung ist unfassbar», zitierte AAP Queenslands Premierminister David Crisafulli (45). Meteorologen sagten zudem weitere Regenfälle voraus, sodass die Wassermassen noch steigen könnten.

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