Meeresschützer in Sorge
Plastikteilchen nach Nordsee-Unglück angespült

Eine Woche nach der Kollision zweier Frachtschiffe vor der britischen Nordseeküste wurden Plastikteilchen im Wasser entdeckt, die ein Risiko für die Tierwelt darstellen könnten.
Publiziert: 17.03.2025 um 17:27 Uhr
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Vor einer Woche kollidierten zwei Schiffe vor der Küste Grossbritanniens.
Foto: Dan Kitwood/getty pool/AP/dpa

Darum gehts

  • Plastikpellets wurden im Wasser gesichtet nach Schiffsunfall
  • Meeresschützer warnen vor Risiken für Fische und Seevögel
  • Tanker hatte 220.000 Barrel Flugzeugtreibstoff geladen
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SDASchweizerische Depeschenagentur

Nach der Kollision zweier Frachtschiffe vor der britischen Nordseeküste sind Plastikteilchen gefunden worden. Im Wasser sei am Sonntag etwas gesichtet worden, was sich als Plastikpellets herausgestellt habe, teilte die Küstenwache mit. Überwachungsflüge hätten das bestätigt, es seien auch einige Plastikteilchen an der Küste gefunden worden.

«Die Bergung hat heute begonnen», teilte Paddy O'Callaghan von der Küstenwache mit. Die Teilchen werden demnach in der Plastikproduktion eingesetzt und sind zwischen einem und fünf Millimetern gross. Sie seien nicht giftig, könnten aber ein Risiko für die Tierwelt darstellen.

Meeresschützer sind besorgt

Vor einer Woche waren das Containerschiff «Solong» und der Tanker «Stena Immaculate» zusammengestossen. Beide Schiffe gerieten in Brand. Der Tanker hatte 220'000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Flugzeugtreibstoff geladen.

Nach Einschätzung der Küstenwache ist es wahrscheinlich, dass die Plastikteilchen zum Zeitpunkt der Kollision ins Wasser gerieten. Die Bergungsarbeiten an beiden Schiffen würden fortgesetzt. Fische und Seevögel könnten die Plastikteilchen fälschlicherweise für Nahrung halten, warnte die Meeresschutzorganisation Marine Conservation Society der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Kapitän wurde angeklagt

Warum die beiden Schiffe kollidiert waren, ist bislang nicht aufgeklärt. Der unter US-Flagge fahrende Öltanker war nach Angaben der Betreibergesellschaft Crowley von der unter portugiesischer Flagge fahrenden «Solong» gerammt worden, als er vor Anker lag. Ein Besatzungsmitglied wird vermisst, die Staatsanwaltschaft erklärte den Mann für tot. Der Kapitän der «Solong» wurde wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung angeklagt.

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