Wegen Flirt mit Kanada
Trump bereitet gegen Europa den totalen Zollkrieg vor

Donald Trump (80) eskaliert den Wirtschaftskrieg mit seinen ehemaligen Partnern: Ab sofort sind kanadische Waren von der US-Bundesbeschaffung ausgeschlossen. Auch gegen Europa bringt sich Trump in Stellung.
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Donald Trump schäumt über die mutigen Kanadier. Jetzt will er deren Produkte verbieten.
Foto: imago/UPI Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA verbannen kanadische Waren aus öffentlicher Beschaffung, begründen mit Benachteiligung
  • Washington verhängt bis zu 50 Prozent Strafzölle auf kanadische Exporte
  • Kanada plant EU-Beitritt als «assoziiertes Mitglied», reagiert mit Vergeltungszöllen

Die Spannungen zwischen den USA und Kanada spitzen sich weiter zu: US-Präsident Donald Trump (80) hat per Präsidialmemorandum angewiesen, Waren kanadischer Herkunft vollständig aus der zivilen öffentlichen Beschaffung der US-Bundesregierung zu verbannen. Das Weisse Haus begründet den Schritt mit einer angeblich anhaltenden Benachteiligung US-amerikanischer Firmen durch kanadische Vorgaben wie die «Buy Canadian»-Politik.

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Die Massnahme ist der jüngste Höhepunkt eines eskalierenden Wirtschaftskriegs. Nachdem Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen ins Stocken geraten waren, verhängte Washington drastische Strafzölle von bis zu 50 Prozent auf kanadische Exporte wie Stahl, Auto- und Milchprodukte. Ottawa reagierte am 8. September umgehend mit spiegelbildlichen Vergeltungszöllen auf über 700 US-Güter.

Kanada sucht Schulterschluss mit EU

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt ein symbolischer Streit: Ende August taufte Trump den Lake Ontario per Dekret kurzerhand in «Lake America» um – ein Vorstoss, den Kanada umgehend als rechtlich wirkungslos zurückwies. Mit dem neuen Beschaffungsstopp untermauert die US-Regierung nun einmal mehr ihren strikten «America First»-Kurs, wie das Weisse Haus in einer Mitteilung schreibt.

Als Reaktion auf die Strafmassnahmen der USA bändelt Kanada bei der EU an. Kanada will sich von der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA lösen und ein «assoziiertes Mitglied» der EU werden.

Trump droht der Europäischen Union nun mit harten Konsequenzen, sollte sie ihre Beziehungen zu Kanada vertiefen. Scharf kritisierte er die Überlegungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) zu einer «assoziierten Mitgliedschaft» des nordamerikanischen Landes und bezeichnete das Vorhaben vor Journalisten als «lächerlich».

Zugleich stellte der US-Präsident klar, dass er eine solche Annäherung als feindseligen Akt werten werde. In diesem Fall kündigte Trump an, extreme Strafzölle zu erlassen oder den Handel mit Europa sogar vollständig einzustellen.

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