Ein Jahr nach dem Verschwinden von Maddie McCann findet ein Angestellter der Hotelanlage von Praia da Luz in Portugal einen anonymen Hinweis. Ein Brief, eingeklemmt in der Tür zu Appartement 5A. Jenem Appartement, aus welchem Maddie vor sieben Jahren spurlos verschwand.
Unter der Überschrift Madeleine Beth McCann ist beschrieben, wie die damals 3-Jährige im Stausee Barragem de Bravura versenkt wurde. «Der Brief war tropfnass. Es regnete in jener Nacht», erinnert sich der Angestellte.
«Ich erzählte den anderen Angestellten vom Fund und sie meinten, ich solle den Brief der portugiesischen Polizei übergeben», sagt er zur britischen Zeitung «Daily Mirror».
«Der perfekte Ort, um jemanden verschwinden zu lassen»
«Ich händigte den Brief also der Polizei aus, aber ich weiss nicht, was sie damit gemacht haben.»
Der Stausee liegt rund 14 Kilometer von der Hotelanlage entfernt. Laut dem Angestellten ist es der «perfekte Ort», um jemanden verschwinden zu lassen.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Stausee in den Fokus rückt. Eine holländische Zeitung hatte bereits ein anonymes Schreiben mit einer Karte der Region um den Barragem de Bravura erhalten mit der Notiz: «Wo Maddie verbrannt wurde.»
Keine Suche unter Wasser
Was die Polizei mit den Hinweisenschreiben machte, bleibt unklar. Allzu ernst schien sie den Tipp aber nicht zu nehmen. Zwar wurden die Wälder rund um den See unter die Lupe genommen, eine Suche unter Wasser gab es jedoch nie.
Maddies Eltern würden es daher «begrüssen», wenn das Areal erneut abgesucht würde, sagt ihr Sprecher Clarence Mitchell zur «Daily Mirror». (mad)