Drohne legt Südpiste in Leipzig lahm
0:48
Bombenroboter im Einsatz:Drohne legt Südpiste in Leipzig lahm

Minister spricht von «Attacke»
Drohnenbombe neben ukrainischem Flugzeug in Leipzig entdeckt

Nach der vereitelten Drohnenattacke am Flughafen Leipzig/Halle spricht der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt von einem «hybriden Anschlagsszenario». Die Herkunft der Drohne ist bisher noch nicht bekannt.
Kommentieren
1/8
Ein Spezialist der Polizei beim Einsatz auf dem Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle.
Foto: Getty Images

Sicherheitsalarm auf dem Flughafen Leipzig/Halle: In der Nacht auf Mittwoch wurde am zweitgrössten Frachtflughafen Deutschlands eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entdeckt. Wie «Bild» berichtete, befand sich die Drohne auf dem Vorfeld am Boden – in unmittelbarer Nähe zu einem ukrainischen Frachtflugzeug vom Typ Antonov. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» war das Flugzeug mit Munition beladen.

Ein Roboter zur Bombenentschärfung stand im Einsatz, wie Bilder und Videos aus der Nacht zeigen. Später kümmerten sich Spezialisten um die Drohne. Es habe sich um eine «Drohne mit einer unbekannten Sprengvorrichtung» gehandelt, teilte das sächsische Landeskriminalamt in Dresden mit.

«Fremde Mächte»

Laut dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt (56) gehen die Behörden von einem «hybriden Anschlagsszenario» aus. Wer hinter der mutmasslichen Attacke stecke sei unklar.

Laut Dobrindt gibt es einen Wettlauf zwischen Drohnenabwehr und Angreifern. «Wir haben es hier mit einem Wettbewerb zu tun, der möglicherweise auch fremde Mächte einschliesst», sagte der Innenminister. Die Angreifer wollten zur «Verunsicherung in Deutschland beitragen».

Start- und Landebahn an Leipziger Flughafen gesperrt
1:32
Drohnen-Alarm am Flughafen:«Spezialisten untersuchen das Objekt»

Frachtmaschine musste durchstarten

In einer Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig vom Mittwochmorgen hiess es, mehrere Maschinen, darunter eine Passagiermaschine, seien an andere Flughäfen umgeleitet worden. «Der Flugbetrieb im Nordbereich wurde seit 1.55 Uhr wieder aufgenommen, die Südpiste ist noch gesperrt», hiess es weiter.

Wie «Bild» unter Berufung auf eine Flughafensprecherin berichtet, ist der Frachtbereich am Flughafen Leipzig/Halle räumlich vom Vorfeld für Passagiermaschinen getrennt. Eine Frachtmaschine musste nach Informationen der Zeitung aufgrund der Umleitung durchstarten und kollidierte mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt mit einem unbekannten Objekt.

Die Ermittlungen werden von der Polizeidirektion Leipzig und dem Landeskriminalamt Sachsen geführt. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht gemäss Polizei nicht.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen