Das Unternehmen «Check Point Research» hat drei gravierende Schwachstellen beim Nachrichten-Riesen Whatsapp festgestellt. Unter dem Namen «FakesApp» haben sie diese nun der Öffentlichkeit preis gegeben.
So ist es den Research-Team gelungen, eine bereits gesendete Antwort zu verändern, sodass dem Absender falsche Worte in den Mund gelegt werden.
Die grössten Lücken zeigen sich aber in Gruppenchats: Ganze Antworten können einfach gefälscht werden, wobei die zitierte Person nicht einmal in Mitglied in der Gruppe ist. Und man könnte mit ein bisschen Programmier-Fähigkeiten eine Nachricht in einen Gruppenchat schreiben, die nur für einen bestimmten Empfänger sichtbar ist. Wenn diese Person auf die gefälschte Nachricht aber antwortet, ist diese für alle Gruppenmitglieder sichtbar.
In einem Youtube-Video haben die Experten die Schwachstellen zusammengefasst:
Alle Nutzer betroffen
Wie das Team in einer Medienmitteilung schreibt, können alle 1,8 Milliarden Whatsapp-Nutzer weltweit Opfer von solchen Fake-Nachrichten werden. «Check Point Research» schätzt, dass etwa eine Milliarde Whatsapp-Gruppenchats existieren und täglich 65 Milliarden Nachrichten versendet werden.
«Die Schwachstelle bietet Angreifern immense Möglichkeiten, um Fehlinformationen aus scheinbar vertrauenswürdigen Quellen zu erstellen und zu verbreiten», schreibt das Unternehmen. Und fordert deshalb die Nutzer auf, vorsichtig in der digitalen Welt zu sein und nicht alles zu glauben, was sie lesen – auch wenn es sich um Nachrichten aus dem eigenen Familien-Chat handelt. (aho)