Auf einen Blick
- Schweizer Lesekultur: Entspannung, Bildung und überraschende Details im Lesebarometer 2025
- Bücher als Empathie-Booster, Pendler-Lektüre und wichtiges Element der Inneneinrichtung
- 41 Prozent besitzen über 100 gedruckte Bücher, 78 Prozent lesen jedes Buch zu Ende
Wir lesen, um uns zu entspannen, uns zu bilden und die Welt besser zu verstehen. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer empfindet Lesen als beruhigend und entspannend. Bücher werden mit positiven Eigenschaften wie Wissbegierde und Intellektualität verbunden. Aber das repräsentative «Ex Libris Lesebarometer 2025», das heute vorgestellt wurde, liefert nicht nur diese allgemeinen Erkenntnisse, sondern auch ein paar überraschende und amüsante Details über die Schweizer Lesekultur. 10 Dinge, die uns beim Lesen der Studie zum Schmunzeln gebracht haben:
1
Schweizerinnen und Schweizer sind Bücher-Hamsterer: 41 Prozent der Befragten besitzen über 100 gedruckte Bücher. Wo die wohl alle Platz finden? Dafür geben fünf Prozent an, kein einziges Buch zu besitzen.
2
Frauen lesen lieber dicke Wälzer: Bei der Frage nach der bevorzugten Buchlänge gaben Frauen häufiger an, umfangreiche Bücher zu mögen. Männer hingegen bevorzugen eher kürzere Werke.
3
Romane sind die Empathie-Booster: 47 Prozent der Befragten glauben, dass Romane ihnen helfen, sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen. Krimis schaffen das nur bei 18 Prozent. Vielleicht sollten die Krimi-Autorinnen und -Autoren auch mal einen Roman lesen?
4
Vorsicht vor dem offenen Buch in der Öffentlichkeit: 17 Prozent der Befragten gaben an, dass sie erotische Literatur nicht gerne in der Öffentlichkeit lesen. Peinlich? Finden wir nicht! Übrigens finden 84 Prozent der Befragten lesende Menschen attraktiv.
5
Sachbücher machen schlau(er): 51 Prozent der Befragten glauben, dass Sachbücher ihnen helfen, sich in Gesprächen sicherer zu fühlen. 17 Prozent holen sich diese Sicherheit beim Lesen von Krimis und Thrillern. Oha!
6
Pendler-Power: 34 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nutzen ihre Pendelzeit, um in Büchern zu schmökern. Wirklich? Wir sehen die meisten Augen auf die Smartphones gerichtet.
7
Fast jeder Schweizer und jede Schweizerin liest Bücher zu Ende: 78 Prozent der Befragten lesen jedes Buch zu Ende, das sie angefangen haben. Auch, wenn es langweilig ist? Respekt!
8
Bücher sind wie gute Freunde: 86 Prozent der Befragten behalten ihre Bücher nach dem Lesen. Ganz vorne im Regal stehen die intellektuellen Schinken, eher hinten «Fifty Shades of Grey» und Co.
9
Eselsohren sind okay (für die meisten): Nur 21 Prozent der Befragten finden es «gar nicht okay», in Büchern Eselsohren zu machen oder Notizen zu hinterlassen.
10
Bücher als Deko-Objekte: Für 32 Prozent der Befragten ist das Bücherregal ein wichtiges Element der Inneneinrichtung. Manche Bücher sind eben einfach zu schön, um sie in Kisten zu verstecken.