Kinder in Portugal ausgesetzt
Ex-Polizist und Sexualtherapeutin müssen in U-Haft

Eine Mutter und ihr Partner sollen ihre zwei kleinen Kinder auf einer heissen Landstrasse in Portugal ausgesetzt haben. Nun werden neue Details über die beiden bekannt. Mittlerweile wurde das Paar in Untersuchungshaft genommen. Sie verhielten sich grotesk.
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Hier wird die 41-Jährige zur Befragung gebracht. Mittlerweile befindet sich das Paar in Untersuchungshaft.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mutter (41) und Partner (55) liessen zwei Kinder in Portugal zurück
  • Stiefvater Marc B., Ex-Polizist, verlor Job und Sorgerecht
  • 2010: Verurteilung wegen Gewalt; Paar in Polizeigewahrsam seit 21. Mai 2026

Das Schicksal dieser Kinder schockt ganz Europa: Eine Mutter (41) und ihr Partner (55) sollen zwei Buben (3, 5) auf einer heissen Landstrasse in Portugal zurückgelassen haben. 

Nun werden mehr Details über das französische Paar bekannt. Laut mehreren Medienberichten handelt es sich bei dem Stiefvater der Kinder um einen Ex-Polizisten. Die Mutter soll als Sexualtherapeutin gearbeitet haben. 

Wie die portugiesische Nationalgarde (GNR) mitteilte, waren die beiden am Donnerstag in der Pilgerstadt Fátima festgenommen worden. Nun wurden die Französin und ihr Partner am Samstag in Untersuchungshaft genommen. Das berichtet «Le Parisien» am Samstagnachmittag. Der Untersuchungsrichter Gerichts im portugiesischen Setubal, entschied, dass die «Untersuchungshaft für beide wegen der Verbrechen der schweren Körperverletzung, Gefährdung und Aussetzung» verhängt werde.


Stiefvater verlor Sorgerecht von leiblicher Tochter

Demnach stammt Stiefvater Marc B.* aus einer Stadt nahe der spanischen Grenze und Mutter Marine R.* aus Colmar im Elsass. B. soll in Südfrankreich als Polizist gearbeitet haben, wo er nicht immer positiv aufgefallen sei. Schliesslich verlor er gar seinen Job, wie «Bild» berichtet. B. soll auch das Sorgerecht für seine leibliche Tochter entzogen worden sein. 

In einem schriftlichen Dokument, das der Boulevardzeitung vorliegt, wird ausgeführt, dass von ihm eine «erhebliche psychische Belastungssituation im familiären Umfeld» ausgehe. Zudem seien die Beziehungen der Eltern von starken Konflikten geprägt. Das Gericht kam zu der Einschätzung, dass B. eine Gefahr für seine Tochter darstellen könnte. 2010 wurde er bereits wegen Belästigung und Gewalt gegen die Mutter seiner Tochter verurteilt. 

Mutter singt, als sie dem Haftrichter vorgeführt wird

Mutter Marine R. arbeitete gemäss eigenen Angaben als Sexologin. Auf ihrer Website beschreibt sie sich als «Sexologin und Trauma-Coach». Sie habe Menschen dabei geholfen, «ihre sexuelle Kraft zurückzugewinnen», heisst es in dem Bericht. 

Noch ist unklar, warum R. die Kinder zurückgelassen hat. Das Paar befindet sich in Polizeigewahrsam. Bilder vom Freitag zeigen, wie die 41-Jährige zu einem Richter gebracht wird. 

War alles nur gespielt?

Wie «Bild» berichtet, soll sich das Paar dabei besonders grotesk verhalten haben. Der Stiefvater habe demnach besonders aggressiv gewirkt und soll immer wieder konfuse Aussagen wie «Ich liebe euch» gebrüllt haben. An wen diese Ausrufe gerichtet waren, blieb unklar. Auch Mutter Marine R. sorgte für Aufregung: Als sie in den Gerichtssaal geführt wurde, begann sie in opernhafter Weise zu singen.

Wie portugiesische Medien berichten, sollen die beiden abgemacht haben, extra unzurechnungsfähig wirken zu müssen. Ein portuguiescher Polizist, der auch französisch spricht, soll der Satz «Wir müssen verrückt wirken» gefallen sein. 

* Namen bekannt

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